Kuriose Vorschläge: Türkisch als EU-Amtssprache - dafür Englisch streichen | Unzensuriert.at

Kuriose Vorschläge: Türkisch als EU-Amtssprache - dafür Englisch streichen

Türkisch als EU-Amtssprache. Ein Vorstoß, der übrigens nicht vom türkischen Staatspräsidenten Erdoğan stammt. Foto: kremlin.ru / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Türkisch als EU-Amtssprache. Ein Vorstoß, der übrigens nicht vom türkischen Staatspräsidenten Erdoğan stammt.
Foto: kremlin.ru / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
8. Jänner 2017 - 18:33

Als ob die EU noch nicht genug Amtssprachen hätte! Laut den New York Times könnte Türkisch die 25. Amtssprache der EU werden. Dies allerdings deswegen, weil das griechische Südzypern in Brüssel einen Antrag zur Aufnahme der türkischen Sprache als offizielle EU-Sprache beantragt hat, was als eine Geste an die türkische Seite im Norden zu verstehen ist.

Der Vorstoß kommt somit nicht von der Türkei und ihrem Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass die Widervereinigungsgespräche zwischen dem Norden und Süden Zyperns erfolgreich abgeschlossen werden.

Wegen Brexit: Englisch soll nicht mehr Amtssprache der EU sein

Türkisch muss also nicht unbedingt als neue Amtssprache kommen. Allerdings wollen einige französische Politiker, dass es nur noch 23 Amtssprachen geben soll. Weil Großbritannien aus der EU austreten wird, soll nun die Weltsprache Englisch von der Liste gestrichen werden. Die polnische Politikerin Danuta Hubner warnte: „Wenn wir nicht das Vereinigte Königreich haben, haben wir kein Englisch.“

Allerdings stehen die Chancen für die Abschaffung des Englischen als EU-Amtssprache sehr gering. In Irland und Malta wird es ebenfalls gesprochen und in Mittel- und Osteuropa ist die englische Sprache sehr beliebt. Einer der EU-Staaten würde sicherlich gegen den Vorstoß der Franzosen sein Veto einlegen.

Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel Es reicht! Keine Leserkommentare mehr auf Unzensuriert, dafür Aktion Hassmelder