Flughafen-Attentat in Florida: Indizien sprechen für islamistischen Terrorhintergrund

Esteban Santiago mit ausgestrecktem Zeigefinger. Dieses Foto ist eines der stärksten Indizien für einen islamistischen Hintergrund des Attentäters von Fort Lauderdale. Foto: Esteban Santiago / Twitter
Esteban Santiago mit ausgestrecktem Zeigefinger. Dieses Foto ist eines der stärksten Indizien für einen islamistischen Hintergrund des Attentäters von Fort Lauderdale.
Foto: Esteban Santiago / Twitter
7. Januar 2017 - 10:42

Fünf Tote und acht Verletzte sind die Schreckensbilanz eines Schussattentats im Flughafengebäude von Fort Lauderdale (Florida, USA) Freitagabend. Der 26-jährige Puertoricaner Esteban Santiago eröffnete das Feuer und wählte seine Opfer völlig willkürlich aus. Als das Magazin leer war, ließ er sich widerstandslos festnehmen. Erste Erkenntnisse deuten auf einen möglichen islamistischen Hintergrund hin.

Waffe ordnungsgemäß eingecheckt

Santiago hatte fürher für die US-Streitkräfte im Irak gedient und seine Waffe gestern ordnungsgemäß in Anchorage (Alaska) eingecheckt, von wo aus er über Minneapolis nach Fort Lauderdale flog. Sie war sein einziges Gepäckstück. In Florida angekommen, soll er die Waffe in einem Waschraum geladen und danach seelenruhig um sich geschossen haben.

Zum Kampf für den IS gezwungen?

In deutschsprachigen Medien wird der Täter als vermutlich Irrer dargestellt. Demnach soll er sich vor rund zwei Wochen in seinem Wohnort Anchorage in ein Büro des FBI begeben haben, um dort zu erzählen, dass er gezwungen werde, für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu kämpfen. Die Beamten sollen ihn in eine psychiatrische Klinik gebracht haben, der Santiago aber ziemlich schnell wieder entsprungen sein dürfte.

Verräterisches Twitter-Foto mit IS-Finger

Mehrere englischsprachige Medien wie die britische Daily Mail weisen auf weitere Islamismus-Bezüge hin, etwa auf ein von Santiago auf Twitter gepostetes Foto, das ihn mit einem militärgrünen Halstuch im Palästinenser-Stil und mit der typischen Geste der IS-Kämpfer, dem nach oben gestreckten Zeigefinger, zeigt.

IS-Aktivisten kannten Namen vor Mainstream-Medien

Auch das US-amerikanische Frontpage Magazine beklagt, dass die Medien dem üblichen Narrativ von der Geisteskrankheit folgen würden. Das sei dieselbe Ausrede, die oft für islamische Terroristen verwendet werde. Die US-Newsseite heavy.com berichtet, dass der Name des Terroristen in Instant-Messenging-Gruppen des Islamischen Staates bereits zirkuliert sei, bevor er über die Mainstream-Medien bekanntgegeben wurde.

Wie die Seite GotNews.com recherchieren konnte, schrieb jemand mit demselben Pseudonym, das Santiago für seine Mailadresse verwendete, in einem Waffenforum über das Downloaden von IS-Propagandavideos.

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