Die ach so "toleranten" Journalisten feiern Lokalverweis von FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus

Der Wiener FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus hält sich mit Kritik am Verhalten des Clubs, in dem er nicht bedient wurde, nobel zurück.  Foto: GuentherZ / Wikimedia CC BY 3.0
Der Wiener FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus hält sich mit Kritik am Verhalten des Clubs, in dem er nicht bedient wurde, nobel zurück.
Foto: GuentherZ / Wikimedia CC BY 3.0
8. Januar 2017 - 13:59

Die ach so "toleranten" Journalisten bekamen am Wochenende ein für sie willkommenes Festtagsmenü serviert: "Lokalverweis für Gudenus" titelte Jakob Winter, ehemaliger Spitzenfunktionär der Sozialistischen Jugend Niederösterreich, im profil - und plötzlich waren für den Mainstream nicht mehr das Attentat von Fort Lauderdale, der Syrienkrieg oder die islamische Bedrohung durch zügellose Zuwanderung Thema Nummer eins, sondern "Club-X"-Betreiber Sammy Zayed, den die Journaille regelrecht abfeierte, weil er aus Gründen von "Weltoffenheit und Respekt" dem Wiener FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus die Bedienung verweigert hatte.

Des Autors diebische Freude an seiner Aufdeckung äußert sich besonders in dieser Passage:

Gudenus dürfte der Vorfall einigermaßen peinlich sein. Er wollte dazu auf Anfrage „keine Stellungnahme“ abgeben und behauptet, der Lokalbetreiber hätte sich bereits bei ihm entschuldigt.

Die Interpretation, jemandem müsse etwas peinlich sein, worüber er nicht mit Krawall-Journalisten sprechen will, dürfte jedoch leicht daneben sein.

Kellner: "Sie werden hier nicht bedient"

Laut profil habe es sich in diesem Szene-Lokal im ersten Wiener Gemeindebezirk folgendermaßen abgespielt:

Eigentlich wollte er vergangenen Mittwochabend im edlen Wiener „Club X“ schick essen gehen – mit Freundin Tajana, FPÖ-Gemeinderat Maximilian Krauss und FPÖ-Bezirksrat Georg Karamat. Anstatt die Karte zu bringen, sagte der Kellner: „Sie werden hier nicht bedient.“ Verärgert verließ die blaue Runde das Lokal...

Der Betreiber des Lokals bestätigte gegenüber profil den Hinausschmiss:

Ich bin Österreicher mit Migrationshintergrund. Der Club steht für Weltoffenheit und Respekt. In diesem Wertekonstrukt geht sich der Herr Gudenus nicht aus.

Betreiber entschuldigte sich bei Gudenus

Dem verdutzten Leser der Tageszeitung Österreich quält seither die Frage, welche Meinung die Verantwortlichen des Lokals denn nun tatsächlich vertreten. Denn im Österreich-Artikel kann man vernehmen, dass sich der Besitzer des Lokals bei Gudenus für das Verhalten seines Kellners bereits entschuldigt habe. Österreich zitiert dazu ein Facebook-Posting von FPÖ-Chef HC Strache:

Schön, dass sich wenigstens der Besitzer des Lokals bei Herrn Vizebürgermeister Johann Gudenus persönlich entschuldigt hat und mit seinem Angestellten, welcher sich so unfein verhalten hat, ein klärendes Gespräch führen wird.

"Weltoffenheit und dann jemanden ausschließen"

Vielleicht hat der Lokalbetreiber, für den "Weltoffenheit und Respekt" so wichtig erscheinen, auch kalte Füße bekommen, nachdem er die zahlreichen Kommentare zu dem Vorfall in den Zeitungen lesen musste: "Weltoffenheit und dann jemanden ausschließen, ist Ironie, oder?", fragte ein User in der Presse, wo auch solche Meldungen wie die zu finden waren: "Wien ist anders...aber nicht im positiven Sinn!!", "Der Club sollte mal von der Finanz, Gesundheitsamt und Arbeitsinspektorat eventuell auch von der Polizei wegen Drogen überprüft werden".

"Wer spaltet hier, wer ist intolerant?"

HC Strache meinte auf Facebook, man solle sich vorstellen, was passiert wäre, wenn ein österreichischer Wirt einen Gast mit Migrationshintergrund wegen seiner Herkunft vor die Tür setze:

Zu Recht wäre die Empörung groß. So etwas hat in unserer Gesellschaft nichts verloren. Die Empörung der Medien wäre noch viel größer und auch die Stadtregierung würde sich gewiss einschalten.Vielleicht sollten sich die applaudierenden Linken einmal überlegen, was sie hier so toll finden? Wer spaltet hier, wer ist intolerant? Und wie würden sie reagieren, wenn ein Lokal sie nicht bedient, weil sie der falschen Partei/Herkunft/Zeitung/Religionsgemeinschaft angehören?

Lokalverbot, weil Asylanten Gäste begrapschten

Wie die Linken und die stets für ihre Objektivität werbenden Medien reagierten, als eine Wirtin in Bad Ischl plötzlich einen Eintritt von zwei Euro einführte, um Asylanten den Zugang zu ihrer Bar zu erschweren, weil diese junge Mädchen und auch eine Kellnerin fortwährend begrapschten, zeigte die daraufhin einseitige Berichterstattung gegen die Frau, die mit dieser Maßnahme ja nur ihre Gäste schützen wollte.

 

wandere aus, solange es noch geht

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Kommentare

4
28

Die eigentliche Frechheit ist ja, dass es diese "Vizebürgermeister" Position überhaupt noch gibt. Da er nicht der Stadtregierung angehört, hat er auch keinerlei Kompetenzen oder Ämter. Für den (rein theoretischen) Fall, dass Häupl über längere Zeit absent ist, würde er die Vertretung übernehmen. Dafür kassiert er vom Steuerzahler 9.000 Euro (!) pro Monat. Da kanns auch gerne mal etwas teurer sein beim Abendessen in einem schicken Club. Das gilt übrigens auch für alle "nicht amtsführenden Stadt- und Gemeinderäte" (zb Stenzel) und die 1112 Bezirksräte. Das ungefähr gleich große Hamburg hat nur ein Drittel der Bezirksräte. Herr Gudenus und alle anderen dieser Herrschaften liegen uns nur auf der Tasche!

16
21

WAS will/wollte Mag. Gudenus in dem Club X ?? Dort verkehren genau jene "Eliten", die die Freiheitlichen bekämpfen - oder behaupten zu bekämpfen !
Dumme, pseudo-intellektuelle Dekadenzler ! Dort kann sich ein normaler Mensch gar nicht wohl fühlen ! Und wenn man in den Restaurant-Tester schaut, hat man es sogar schriftlich . Das Essen dort wird zum großen Teil (die ersten 10 von den neuesten Bewertungen sagen es alle) als untermittelmäßig und völlig überteuert beschrieben, das Personal als lästig und das Publikum als unangenehm. Und dort wollte der Freiheitliche Vizebürgermeister einen netten Abend verbringen ? Dass das Lokal und sein Publikum links ist, weiß sogar ich. Mag. Gudenus nicht ? Ein normales und gutes Gasthaus oder Restaurant mit bodenstämmigen Gästen ist nichts für ihn ? Musste eine "Szene-Lokal" sein ? Na dann .....

16
22

Im Namen der Toleranz kann man Intoleranz nicht tolerieren.

26
20

Ganz einfach. Linke sind p.c. Dummköpfe.

framablue

13
52

Es ist dem Sammy Zayed sein gutes Recht, in seinem Lokal XY zu bedienen wen er will, und auch des Lokales zu verweisen wen er will.
Es ist aber auch das gute Recht eines Jeden, das Lokal schlicht und ergreifend zu meiden.

41
22

Ein Gutes hat die Sache mit dem Lokalverweis aber doch:
Es zeigt jedem der es sehen will,
wie "tolerant" diejenigen sind, die immer und überall Toleranz einfordern!

Bild des Benutzers unmainstreamable
Bild des Benutzers unmainstreamable
48
26

wär der Migrationsstadl aus erfindlichen Gründen geschlossen worden! Ein weiterer Hinweis dafür, daß man besser vor dem Getränke- und Speiseansuchen Betreiberinformationen einholen sollte. Irgendwie erinnert mich dieser Gedankengang an die Jahre 1933 und Folgende. Damals, als bestimmte Betriebe mit Symbolen gebranntmarkt wurden. Ich glaube nicht, daß das ein halbwegs intelligenter Österreicher noch einmal erleben möchte. Von daher: Zayed und Co. hat sich und seinen Stammesmitgliedern keinen Gefallen getan. Aber ich bin mir sicher: Opa VdB wird's schon richten und weiter luftbasierte Brücken bauen.
Und: Die Entschuldigung kam doch nur, weil Z. volle Hosen hat.

64
26

die Arschlöchern von der Lügenpresse, den Lokalbetreiber bei der nächstbesten Gelegenheit abschieben. Das nur in aller Kürze.

48
35

Bei aller Wertschätzung für den Herrn Vizebürgermeister, aber ich meine an der Sache ist er doch zu einem guten Teil auch selber schuld. Es gibt eine große Anzahl von Lokalen in Wien, wo er herzlich willkommen geheißen wird. Wenn ich schon sehe, das Lokal wird von einem Sammy Zayed betrieben, muß ich doch ein bisserl mit sowas rechnen. In so ein Lokal gehe ich von Haus aus nicht hinein. Wozu so einer Person noch Geld hintenhineinschieben? Es gibt genug Lokale, die von einem Fritz Maier, einem Horst Vibyral oder einem Dragan Stojanovic betrieben werden. Dort überall wird er mit großer Sicherheit höchst freundlich aufgenommen werden. Fünfzehnjährige erzählen stolz herum, dass sie am streng dreinschauenden Türlsteher vorbei in die Disco gekommen sind, und sind zutode betrübt, gelingt ihnen das nicht. Über dieses Alter ist der Herr Vizebürgermeistrer doch schon hinaus, bitteschön.

79
26

finde ich absolut kontraproduktiv! Das sage ich klar und deutlich, auch wenn ich die politischen Positionen von seiner Partei absolut nicht teile!
-
Wohin soll das führen? Soll es in ein paar Jahren nur noch zwei Gruppen von Lokalen geben, die einen für die "Linken", die anderen für die "Rechten"?
Es ist nicht erkennbar, dass sich Gudenus und seine Begleiter in irgendeiner Form daneben benommen hätten, in diesem Fall wäre ein Rauswurf ja zu rechtfertigen gewesen.
-
"Beim red'n kommen die Leut' zusammen", heißt es. Gerade in der jetzigen stark polarisierten politischen Lage verstärkt jede Provokation die Spaltung der Gesellschaft. Dies muss unbedingt vermieden werden!

Seiten