Silvester 2016 in Köln: "Nafris" waren verabredet, um gezielt Straftaten zu begehen

Silvester 2016 in Köln: Wie sich nun herausstellte, waren "Nafris" bewusst unterwegs um Straftaten zu begehen. Foto: Jonathan Lang / flickr (CC BY-SA 2.0)
Silvester 2016 in Köln: Wie sich nun herausstellte, waren "Nafris" bewusst unterwegs um Straftaten zu begehen.
Foto: Jonathan Lang / flickr (CC BY-SA 2.0)
10. Januar 2017 - 9:00

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Die deutsche Polizei ist aktuell damit beschäftigt, wie es sein konnte, dass wieder rund tausend gewaltbereite "Nafris" zur Silversternacht nach Köln strömten. Wie Medien nun berichten, kommen immer mehr neue Details ans Tageslicht.

Migranten reisten extra mit dem Zug an

Polizisten schilderten etwa, dass viele der Schwarzafrikaner mit Zügen aus dem nordöstlichen Ruhrgebiet nach Köln reisten. An fast jeder Haltestelle nach Köln seien größere Gruppen eingestiegen, die übrigens fast alle auch ohne Fahrschein unterwegs waren. „Wir hatten unter anderem die Aufgabe, Meldung in unserer Zentrale zu machen, wenn wir sehen, dass eine große Personengruppe, die ins Raster passt, Richtung Köln unterwegs ist. Und dann waren es auf einmal ganz viele. Das haben wir dann durchgegeben, damit die Kollegen in Köln wussten, was auf sie zukommt“, berichtete einer der Beamten der in einem Zug zur Beobachtung eingesetzt wurde.

Nafris suchten Konfrontation mit der Polizei

An anderer Beamter, der in Düsseldorf Dienst hatte,schilderte laut Focus von einer ähnlichen Zusammenrottung der "Nafris". Viele der Männer hätten außerdem verbotene Feuerwerkskörper dabei gehabt. „Natürlich haben die Jungs gewusst, dass das in Düsseldorf verboten war. Das war offensichtlich“, erzählte der Beamte.

Die Männer hätten den Polizisten grinsend den Weg versperrt. „Die haben Konfrontation gesucht.“ Für den Polizisten stand fest: „Natürlich waren die verabredet. Vielleicht nicht alle, um hier Straftaten zu begehen. Aber wenn wir nicht da gewesen wären, wäre das schnell gekippt.“

Polizei wurde aufgefordert Arabisch zu sprechen

Die Kommunikation habe sich außerdem als schwierig erwiesen, so der Beamte weiter. „Wenn wir die Leute auf Deutsch angesprochen haben, forderte man uns auf, Arabisch zu lernen. Sie hätten keinen Bock auf einen Deutschkursus." So behalf man sich mit Händen und Füßen. „Jeder, der in Gewahrsam musste, fing an, theatralisch um Hilfe zu schreien. ,Nix gemacht' und ,Warum, warum'. […]“, sagte der Polizist.

„Und gleichzeitig lachen die sich über uns kaputt. Einer hat uns das so erklärt: Wenn ihn die Polizei nicht schlagen würde, bedeute das ja, dass er nichts getan habe. Also müssten wir ihn laufen lassen. Das ist deren Logik.“ Vor Silvester war spekuliert worden, die Tätergruppe des Vorjahres werde angesichts der großen Polizeipräsenz wohl wegbleiben. Doch nach Polizei-Angaben kamen allein in Köln erneut etwa 1.000 junge Männer zum Hauptbahnhof.

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