Die Kräuseljagdspinne kann zu Allergien führen, wird von Gesundheitsbehörden aber ignoriert.

Foto: Bild: rankingranqueen / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Tarantel-Invasion: Gesundheitsbehörden sind nicht darauf vorbereitet

Auf die Einschleppung fremder Tiere nach Österreich sind die heimischen Gesundheitsbehörden nicht vorbereitet. Dies ergibt eine Anfragebeantwortung betreffend der Kräuseljagdspinne, einer Tarantelart. Die zuständige Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) windet sich um eine klare Beantwortung der von FPÖ-Tierschutzsprecher Josef Riemer aufgezeigten Problematik herum. Obwohl keine Daten vorhanden sind, wird von einer Nicht-Gefährdung ausgegangen:

Es besteht keine Notwendigkeit, Risikogruppen über das vermehrte Vorkommen dieser Spinne zu informieren, da deren Gefährlichkeit nicht das für eine solche Maßnahme erforderliche Ausmaß erreicht. […]

Mangels zur Verfügung stehender Daten kann diese Frage nicht beantwortet werden. Allfällige Aufzeichnungen durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gemäß § 54 Ärztegesetz stehen meinem Ressort ebenso wenig zur Verfügung wie die gemäß § 10 KAKuG zu führenden Aufzeichnungen in Krankenanstalten.

Wissenschaft geht von allergischen Reaktion beim Menschen aus

Obwohl ein Biss der Kräuseljagdspinne nicht zu einer schweren oder gar tödlichen Vergiftung führt, kann es für den Betroffenen doch recht ungemütlich werden, denn es können durchaus allergische Reaktionen auftreten, die  unangenehm sind, wie aus wissenschaftlichen Untersuchungen abzuleiten ist.

Gleichzeitig ist die Kräuseljagdspinne keineswegs ein singuläres Ereignis, durch Klimaveränderungen und Wanderbewegungen kommen immer neue exotische Tiere zu uns nach Mitteleuropa und damit Österreich, wie die Gesundheitsministerin zugeben muss.

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