Die Migrantenpartei „Neue Bewegung für die Zukunft“ (NBZ) möchte künftig österreichweit bei Wahlen antreten.

Foto: Bild: Neue Bewegung für die Zukunft / Screenshot Facebook
Erdogan-nahe Migrantenpartei will zukünftig in ganz Österreich kandidieren

Geht es nach den Wünschen von Adnan Dincerm, dem Obmann der seit kurzem als Partei agierenden und von Migranten gegründeten Gruppierung "Neue Bewegung für die Zukunft" (NBZ), möchte man künftig in ganz Österreich politische Strukturen aufbauen. Bisher agierte das NBZ "nur" als Fraktion in der Vorarlberger Arbeiterkammer.

"Keine Türken- und Islampartei"

Auch an künftigen Wahlen wolle die Migrantenpartei teilnehmen. So sei das Antreten bei der nächsten Vorarlberger Landtagswahl im Jahr 2019 realistisch, ebenso wie eine Kandidatur bei den Vorarlberger Kommunalwahlen 2020 und bei den Kammerwahlen. Auch eine Teilnahme an der kommenden Nationalratswahl kann sich der Obmann vorstellen, sofern die Voraussetzungen dafür erreicht werden. Gespräche diesbezüglich gebe es bereits.

Trotz der offensichtlichen Sympathie Dincerms zur türkischen Regierungspartei AKP unter Erdogan – in einem Interview goutierte er den Aufruf Erdogans an Auslandstürken, sich als stolze Türken zu fühlen – sei das NBZ aber keine "Türken- und keine islamische Partei", wie der Obmann betont. Auch eine Verbindung zu Religion gebe es im Parteiprogramm nicht. Für ihn sei "Religion Religion und Politik Politik".

Parteinähe zu dubiosem ATIB-Verein

Dennoch ist etwa der Jugendsprecher Riza Bozbiyik, wie auf dem Facebook-Auftritt des NBZ zu lesen ist, ehrenamtlich bei einem ATIB-Verein in Hörbranz aktiv. Der türkisch-islamische Verein ATIB, welcher mehrere Islam-Zentren in Österreich betreibt, unter anderem das umstrittene Islam-Zentrum in Wien-Brigittenau, steht wiederum im Verdacht, als verlängerter Arm des türkischen Staates in Österreich zu agieren.

Migrantenpartei sieht sich "Mitte-Rechts"

Seine "Neue Bewegung für die Zukunft" schätzt Dincerm übrigens als "österreichische Mitte-Rechts-Partei" ein. Man wolle als Brückenbauer fungieren und "eine Partei für die Vergessenen" anbieten.

Beim Thema Integration wurde der moslemische Obmann konkreter. Hier möchte er einen Neustart der Integrationsbemühungen in Österreich, natürlich im Sinne der Migranten, denn viele Politiker hätten auf dem Rücken der migrantischen und vor allem der islamischen Community Politik betrieben.

 

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