In Deutschland, vor allem im Raum Leipzig, mehren sich Überfälle auf Senioren.

Foto: Bild: opposition24.de / flickr (CC BY 2.0)
„Südländer“ verprügelt 80-jährige Frau wegen Augenkontakt

Leipzig, Stadtteil Neulindenau, die 80-jährige Hilde M. ist unterwegs, um in ihrem Garten nach dem Rechten zu sehen. Doch es sollte anders kommen: Eine zufällige Begegnung und ein kurzer Blickwechsel mit einem „südländischen Typen mit Mütze“ (Beschreibung des Opfers) endete für die alte Dame auf der Intensivstaton des örtlichen Krankenhauses, wie auch epochtimes.de berichtet.

Mit Faustschlägen im Gesicht malträtiert

Es war Samstagnachmittag, 15.00 Uhr, die Sonne schien, und die Seniorin machte sich über die Graffstraße auf den Weg zu ihrem Garten. Dabei  begegnete sie ihrem späteren Peiniger. „Dort neben den Mülltonnen stand ein südländischer Typ mit Mütze, ich habe nur kurz nach ihm geschaut, gesagt habe ich nichts – doch plötzlich ist er mit Karacho auf mich zu und schlug mir mit der Faust ins Gesicht“, berichtet die Seniorin.

Täter verfolgt das blutüberströmte Opfer

Die alte Dame schleppte sich in Folge der Attacke blutüberströmt in Richtung Lütznerstrasse, der Täter folgt ihr. Ihr einziger Gedanke war, nicht zu stürzen, da sie bemerkt hatte, dass ihr der Täter in einigen Metern Abstand folgte. Als ein Passant auf die verletzte Frau aufmerksam wurde, kam er sofort zu Hilfe, worauf der Täter die Flucht ergriff.

Dank an Helfer und Mahnung per Foto

Als die Seniorin kurz darauf mit geschwollenem, blutüberströmtem Gesicht und zerbrochener Brille in den Rettungswagen verfrachtet wird, lässt sie ein Foto von sich machen. Die alte Dame besteht darauf, dass dieses Bild in den Zeitungen abgedruckt werden sollte, um als Mahnung zu dienen. Weiters gilt ihr ausdrücklicher Dank dem helfenden Passanten, der durch sein mutiges Einschreiten möglicherweise noch Schlimmeres verhindern konnte, sowie den Rettungskräften.

"Es kann doch nicht sein, dass man selbst untertags Angst haben muss, auf der Straße zu gehen“, zieht das Opfer resignierend Bilanz. Hilde M. liegt mit gebrochenem Jochbein auf der Intensivstation und muss wahrscheinlich operiert werden.

Weitere gezielte Attacken auf Senioren in Leipzig

Am letzten Wochenende gab es laut Polizeiangaben im Raum Leipzig noch zwei weitere Meldungen über Überfälle auf Senioren. Gegen 15:15 Uhr, ebenfalls am Samstag, wurde im Stadtteil Lößnig eine weitere alte Dame überfallen.

Auf dem Heimweg vom Einkauf bemerkte die Seniorin, die gerade ihren Briefkasten im Eingangsbereich des Hauses leeren wollte, einen Mann vor der Türe, der offensichtlich einen Namen am Klingelbord suchte. Arglos öffnete sie die Türe und bietet ihre Hilfe an. Der Mann drängte sie zur Seite, drang ins Haus ein und entwendete der Seniorin blitzschnell ihre Geldbörse. Dabei fiel das Opfer zu Boden, der Täter flüchtete mit der Beute. Die verletzte Dame verständigte die Polizei, die daraufhin folgende Täterbeschreibung herausgab:

Täterbeschreibung: etwa 30 Jahre, 1,80 Meter, schlank, gebrochenes Deutsch, hellgrauer, schwarz gemusterter Anorak, dunkle Wollmütze. Das Opfer musste mit dem Rettungswagen ins Spital gebracht werden.

Weiterer Vorfall – Handtaschen-Raub

Sonntagnacht ereignete sich ein weiterer, dreister Fall von Handtaschen-Raub an der Haltestelle Schwantesstraße der Straßenbahnlinie 3 im Ortsteil Sellerhausen-Stünz. Eine 76-jährige Pensionistin wurde im Beisein ihres Ehemannes beraubt. Der Täter näherte sich dem Paar im Laufschritt und entriss der Frau die über der linken Schulter getragene Handtasche.

Der Räuber flüchtete in Richtung Poserstrasse und ist wie folgt zur polizeilichen Fahndung ausgeschrieben: männlich, 1,70 Meter, graue Mütze mit rotem Horizontal-Streifen, grau karierte Jacke.

 

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