Wiener Akademikerball feiert erstes Jubiläum als Ball zur Verteidigung der Grundrechte

Organisator Udo Guggenbichler bei der Eröffnung des Akademikerballs 2016 in der Wiener Hofburg. Foto: Unzensuriert.at
Organisator Udo Guggenbichler bei der Eröffnung des Akademikerballs 2016 in der Wiener Hofburg.
Foto: Unzensuriert.at
21. Januar 2017 - 18:08

Der Wiener Akademikerball feiert 2017 sein erstes kleines Jubiläum. Am 3. Februar findet er zum fünften Mal statt. Dabei pflegt er als Nachfolge-Veranstaltung der bekanntesten coulerstudentischen Tanzveranstaltung im deutschsprachigen Raum, des WKR-Balls, eine wesentlich längere Tradition. Unzensuriert.at sprach mit Organisator Udo Guggenbichler über die Höhepunkte der diesjährigen Veranstaltung und über die Gegner dieses gesellschaftlichen Großereignisses, die sich Jahr für Jahr auf der Straße formieren..

Der Akademikerball feiert sein erstes Jubiläum. Was können Sie den Gäste aus diesem Anlass bieten?
Udo Guggenbichler: Die Balleröffnung wird diesmal noch spektakulärer ausfallen. Zusätzlich zu den beliebten Gesangs- und Tanzvorführungen wird es diesmal auch eine Akrobatik-Einlage geben. Und wir werden den Ball noch kurzweiliger gestalten mit weiteren Höhepunkten im Laufe der Nacht zusätzlich zur traditionellen Mitternachtsquadrille.

Der Wiener Akademikerball gilt auch als längste Ballnacht Österreich. Wie lange kann man heuer feiern?
Guggenbichler: Es wird so sein wie schon in den letzten Jahren. Bereits um 17 Uhr werden alle Gäste eingelassen, die auch am Galadinner teilnehmen. Um 21 Uhr wird der klassische Ball eröffnet und endet um 5 Uhr früh traditionell mit dem gemeinsamen Singen des Studentenliedes „O alte Burschenherrlichkeit“. Die wirklich Harten können also volle 12 Stunden lang in der Hofburg feiern.

Link: Zur Kartenbestellung für den Wiener Akademikerball

In den letzten Jahren haben Linksextremisten versucht, das Ballvergnügen durch teils gewalttätige Proteste zu stören. Rechnen Sie auch heuer mit Ausschreitungen?
Guggenbichler: Natürlich sind wir gewarnt und auch die Wiener Polizei, die das Geschehen in den letzten beiden Jahren gut im Griff hatte, verfolgt die Kommunikation in den einschlägigen linksextremen Kreisen aufmerksam. Es wird auch wieder Protestaktionen geben, von denen wir hoffen, dass sie friedlich verlaufen. Die Polizei wird jedenfalls in der Lage sein, den Gästen eine sichere Anfahrt zur Hofburg zu gewährleisten.

Wirken sich diese Störaktionen insgesamt negativ auf den Ball und das Publikumsinteresse aus?
Guggenbichler: Es ist klarerweise nicht angenehm, in Ballgarderobe oft lange Anfahrtszeiten mit dem Taxi in Kauf zu nehmen. Doch gerade wegen der linken Proteste kommen auch viele in die Hofburg, die sonst keine klassischen Ballgeher sind. Wer zu uns kommt, der bereitet sich nicht nur einen wunderschönen und stilvollen Abend in der Hofburg, sondern der setzt auch ein gesellschaftpolitisches Zeichen für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit und für Grundrechte insgesamt, die gerade in Zeiten wie diesen immer aus Neue erkämpft werden müssen.

Moralisch begründen aber auch die Ballgegner Ihren Aufmarsch.
Guggenbichler: Das mag sein, aber Moral und Gewalt passen einfach nicht zusammen.

Ing. Udo Guggenbichler MSc ist Vorsitzender des "Wiener Akademikerball Ballausschusses", der den von der FPÖ Wien veranstalteten Ball organisiert. Der Ball findet am Freitag, 3. Februar 2017, in den Prunksälen der Wiener Hofburg statt. Das Galadinner beginnt um 17 Uhr, der Ball selbst um 21 Uhr (Einlass ab 20 Uhr).

Kartenbestellungen sind über die Webseite des Wiener Akademikerballes möglich sowie telefonisch unter +43 (0)664 358 99 24.

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