Die Moskitoart Aedes aegypti verbreitet tödliches Gelbfieber in Brasilien.

Bild: James Gathany / Wikimedia (PD)
Brasilien: Gelbfieber-Seuche fordert bereits 71 Tote

Brasilien wird von einer Gelbfieber-Seuche heimgesucht. In den letzten Wochen wurden von den Gesundheitsbehörden allein im Bundesstaat Minas Gerais nicht weniger als 272 Gelbfieber-Verdachtsfälle registriert. Davon starben mit derzeit 71 Personen bereits mehr als ein Viertel. Übertragen soll die Seuche durch die Moskitoart Aedes aegypti worden sein, wie bereits bei 25 Todesfällen als Infektionsgrund dokumentiert ist.

Neben Brasilien sind vor allem Bolivien, Eduador Kolumbien und Peru weitere Staaten, wo immer wieder Gelbfieberfälle auftreten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt weltweit eine jährliche Gesamtzahl von 200.000 Erkrankungsfällen, die meisten davon allerdings im Hauptverbreitungsgebiet Afrika.

Zika-Virus wütete 2016 in Brasilien massiv

Das massiv auftretende Gelbfieber ist nun bereits die zweite Seuche, die innerhalb von zwei Jahren Brasiliens Bevölkerung heimsucht. Im Jahr 2016 war das brasilianische Gesundheitswesen damit beschäftigt, eine großflächige Ausbreitung des Zika-Virus zu bekämpfen.

Damals infizierten sich bis zu 1,5 Millionen Brasilianer mit dem ebenfalls durch Moskitos übertragenen Virus. Dieses führt zwar nicht zum Tod, aber vor allem bei Neugeborenen zu schweren Missbildungen. 

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