Nach Attacken nationalistischer, türkischer Taxifahrer ist Grünen-Chef Özdemir das Lachen vergangen.

Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr (CC BY-SA 2.0)
Grünen-Chef Özdemir verzichtet nach Attacken türkischer Nationalisten auf Taxifahrten in Berlin

So schnell kann die heile linke Welt ins Wanken geraten. Nachdem der türkischstämmige deutsche Grünen-Chef und Spitzenkandidat Cem Özdemir vermehrt von nationalistischen, türkischen Taxifahrern bei seinen Fahrten attackiert wurde, verzichtet er nur gänzlich auf dieses Transportmittel, wie die Welt berichtet.

Erdogan-Anhänger attackieren Grünen-Chef

Als Spitzenpolitiker fährt natürlich auch Özdemir primär mit dem Taxi und nicht etwa mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Terminen von A nach B. Doch immer häufiger wurde der gerade bei Pro-Erdogan Anhängern unbeliebte Grüne von türkischen Taxifahrern bei Fahrten in Berlin erkannt und daraufhin beschimpft, beleidigt und aggressiv angegangen. 

Hintergrund sind unter anderem seine offene Kritik am türkischen Präsidenten und sein Einsatz für die Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages vergangenes Jahr. 

Özdemir protestiert bei Innung gegen radikale Taxler

Aus Angst vor neuerlichen Übergriffen verzichtet Özdemir künftig auf Taxifahrten in Berlin. Zudem schrieb er einen Protestbrief an die Berliner Taxi-Innung und den Taxi-Verband Berlin-Brandenburg. Diese repräsentieren jedoch nur zehn Prozent der gesamten Berliner Taxifahrer. Dennoch dürften auf Berlins Straßen dutzende fanatisierte und radikale Taxifahrer unterwegs sein, so Özdemir.

Des weiteren wurde Özdemir bereits in der Vergangenheit vom Bundeskriminalamt wie auch von einigen Berliner Taxifahrern abgeraten, mit diesem Transportmittel weiterhin zu fahren. Konsequenzen gab es angesichts dieser Zustände jedoch keine.

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