Zeit-Herausgeber Joffe erklärte, ein „Mord im Weißen Haus“ könnte ein Amtsenthebungsverfahren Trumps obsolet machen.

Foto: Bild: Joe Shoe / flickr (CC BY 2.0)
Hasswelle gegen Donald Trump: Zeit-Herausgeber Joffe spekuliert über Mord im Weißen Haus

Josef Joffe, Herausgeber der linkspolitischen Wochenzeitung Die Zeit, hat durch eine Aussage in der Sendung ARD-Presseclub die noch immer nicht verstummen wollende Kritik am demokratisch gewählten US-Präsidenten Donald Trump in eine neue, abscheuliche Dimension gehoben, wie auch metropolico.org zu berichten weiß. Konkret meinte Joffe, dass ein „Mord im Weißen Haus“ zu einem Regierungswechsel führen könnte.

Joffe – eine fragwürdige Persönlichkeit?

Der 72-jährige Publizist und Dozent, seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung Die Zeit und Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, überschritt mit seinem Auftritt in der ARD-Pressestunde ohne Zweifel jegliche Grenzen des Anstandes und der Pietät. Böse Zungen könnten diese Aussage sogar als „Mordaufruf“ am amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten interpretieren, wie auch bereits diversen Internetforen zu entnehmen ist.

In der Vergangenheit musste sich der einst glühende Befürworter des ersten Irak-Krieges unter anderem auch den Vorwurf seiner Kollegenschaft gefallen lassen, er vertrete „einen Konservativismus ohne Werte“. Er selbst erklärte stets, dass er „Ideen immer interessanter fände als Identitäten“, im Zusammenhang mit seiner jüngsten Aussage ist dies allerdings als höchst brisant zu werten. 

Transatlantische Netzwerke des Herrn Joffe

In einem Beitrag der ZDF-Satire-Sendung „Die Anstalt“ vom April 2014 wurde die Verflechtung des Zeit-Herausgebers Joffe mit mehreren Organisationen thematisiert. Darin hatten sich die Satiriker Max Uthoff und Claus von Wagner mit der Verbindung von Journalisten zu Lobbyverbänden befasst und deren Unabhängigkeit kabarettistisch in Zweifel gezogen. Zur besseren Veranschaulichung wurde ein Schaubild eingeblendet, das Joffe in acht transatlantischen Organisationen als Mitglied beziehungsweise als Funktionsträger zeigte.

BGH-Urteil gegen Zeit-Herausgeber

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg hatte schließlich einer Unterlassungsklage Joffes und eines Redakteurs im September 2015 stattgegeben. Letzten Dienstag nun urteilte der Bundesgerichtshof (BGH), dass „kabarettistische Beiträge nicht bis ins letzte Detail inhaltlich präzise sein müssen“. Entscheidend sei, welcher Gesamteindruck beim Publikum ankomme, so der Urteilsspruch des BGH. Damit wurde der Beitrag der ZDF-Satire „Die Anstalt“ für zulässig erklärt und damit die Thematisierung der Verflechtungen des Herrn Joffe mit den „dienlichen“ transatlantischen Organisationen legitimiert, wie die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichten.

„Auch ein Redakteur dieser Wochenzeitung könne die Kritik an seiner Arbeitsweise nicht unterbinden“, urteilte der BGH. Das zuvor ergangene Urteil des OLG Hamburg, das die Äußerungen der Kabarettisten als ehrenverletzend verbot, wurde vom BGH aufgehoben.

„Lösung des Trump-Problems“ sei Mord im Weißen Haus

Das Thema des samstäglichen ARD-Presseclubs lautete „Trump im Amt – Können wir uns auf Amerika noch verlassen“? Auf die, per Telefon zugeschaltete Frage einer Zuschauerin, ob Donald Trumps Präsidentschaft noch irgendwie abzuwenden sei, konterte Joffe mit dem Zwischenruf „Mord im Weißen Haus zum Beispiel“.

Constanze Stelzenmüller, Publizistin, Politikwissenschaftlerin und Mitglied in zahlreichen Stiftungsbeiräten, hingegen erläuterte den Zusehern die rechtlichen Möglichkeiten, die bei einer möglichen Amtsenthebung zu beachten wären. Weiters kam sie zu dem Schluss, „es muss schon einiges passieren, da sind wir wir momentan noch sehr weit entfernt“. Im Übrigen quittierte sie den pietätlosen Zwischenruf des kaugummikauenden Joffe verharmlosend mit der Bemerkung: „Josef, ernst bleiben!“

Aufschrei der Mainstream-Medien bleibt freilich aus

Der mediale Aufschrei ob dieser kühnen „Mordüberlegung“ bleibt wie erwartet aus. Zudem darf die „D-prominente“ CSU Abgeordnete Ute Eiling-Hütig darf den US-Präsidenten völlig frei von der Leber weg „einen narzisstischen Populisten“ nennen, ohne dass sich nur irgendein Mainstream-Medium daran stoßen würde. Auch diversen öffentlich-rechtlichen Spaßmachern und linkspopulistischen „Pseudointellektuellen“ wie Jan Böhmermann oder Carolin Emcke wird es durchaus nachgesehen, wenn diese sogar über Kinder von politisch Andersdenkenden ungestraft ihre üblen „Späßchen“ treiben.

„Hass-Tsunami“ gegen Trump ist „state oft the art“

Von dieser „Monsterwelle des Hasses“ wird scheinbar momentan alles mitgerissen, was von sich hören machen möchte oder einmal wieder ins Rampenlicht drängt. Selbst die alternde Pop-Diva Madonna rief sich mit ihrer „Wut-Rede“ anlässlich des, von George Soros gesponserten und weltweit medial gepushten "Women´s march" in Washington lautstark in Erinnerung.

Auf Grund ihrer dortigen verbalen Entgleisungen könnte ihr nun sogar ein Ermittlungsverfahren der US-Strafbehörden drohen, wie SputnikNews berichtet. Meinte sie doch, „ja ich bin böse, ich bin wütend, ich habe schrecklich oft daran gedacht, das Weiße Haus in die Luft zu sprengen“. An Niedertracht und Böswilligkeit scheint man sich momentan weltumspannend übertreffen zu wollen, was den Amtsantritt des demokratisch gewählten Präsidenten der Amerikaner betrifft.

Kämen derlei Aussagen wohl von rechts?

Bezüglich der verbalen Entgleisung des Zeit-Herausgebers stellte der Bestsellerautor Stefan Schubert auf Facebook eine rhetorische Frage. „Wie hätten wohl die Mainstream-Medien reagiert wenn ein AfD-Politiker anstatt die Bundestagswahl für einen Richtungswechsel zu nutzen, einfach über einen Mord an Kanzlerin Merkel debattiert?“, rätselte Schubert im Netz.

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