Weil sie dem Koran das Wasser abgraben würde, wird die Evolutionstheorie aus türkischen Schulbüchern verbannt.

Bild: Afshad / pixabay.com
Evolutionstheorie verschwindet aus türkischen Schulbüchern

Seit längerem befindet sich die Türkei unter ihrem Präsidenten Erdogan auf einem rasanten Weg in eine völlig vom Islam durchdrungenen Gesellschaft. Und in dieser haben nicht nur Demokratie oder Frauenrechte immer weniger Platz, sondern auch Erkenntnisse der Wissenschaft werden, wenn sie mit dem Koran nicht kompatibel sind, einfach unter den Teppich gekehrt.

Kommentar von Unzensurix

Wie ein türkisches Ministerium, welches Bildungsministerium genannt wird, ankündigte, beabsichtigt man die Evolutionstheorie nach Charles Darwin aus den Schulbüchern der Gymnasien zu streichen. Statt dieses Theoriensystems zur Erklärung der Artentransformation, welches seit über 150 Jahren die Naturwissenschaften prägte und eine Basisgrundlage für die wissenschaftlichen Errungenschaften der Gegenwart ist, wird der mohammedanische Nachwuchs nur etwas lernen dürfen, was dem Koran nicht widerspricht. Denn in diesem Buch ist festgehalten, dass Allah der alleinige Schöpfer allen Lebens und sonst niemand ist. Daher werden, wie Bildungsminister Ismet Yilmaz erklärte, die Schulbücher dahingehend Kreationismus-affin korrigiert.

Gegenpol zur Evolutionstheorie

Als Kreationismus bezeichnet man die Vorstellung, dass ein Schöpfergott unmittelbar in das Entstehen des Universums, des Lebens und des Menschen eingegriffen hat. Begründet wird der, als Gegenpol zur Evolutionstheorie im 19. Jahrhundert entstandene Kreationismus mit der wörtlichen Auslegung diverser Heiligen Schriften, wie eben auch der Bibel (1. Buch Mose, Genesis) oder dem Koran.

Während der Kreationismus in der westlichen Welt hauptsächlich von evangelikalen Gemeinden in den USA vertreten wird und dort zwar fröhliche Urständ feiert, aber nicht die Macht bekommen wird, die wissenschaftliche Welt zu einer Umkehr zu bewegen, zeigt die islamische Kultur, dass sie für eine derartige Denkweise besonders empfänglich ist.

Alles und jedes wird vom Islam vereinnahmt

Das hat damit zu tun, dass im Islam nicht möglich ist, klare Trennlinien zwischen Religion und allen anderen nur möglichen Denk- und Lebensweisen zu machen. So wie der Staat und seine Gesetze in einer mohammedanischen Gesellschaft untrennbar mit dem Islam verbunden sind, sind auch die Wissenschaften nicht im Sinne einer aufgeklärten Denkweise zu sehen, sondern haben einzig und allein die Aufgabe, das, was im Koran nachzulesen ist, zu beweisen und auch durchzusetzen.

Bildung für Islam gefährlich

Und da spielt es keine Rolle, ob es nach Maßstäben einer wissenschaftlich orientierten Gesellschaft wie der unseren völliger Unsinn ist, eine wissenschaftliche Theorie wie die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern zu verbannen. Denn nach islamischer Vorstellung ist auch die Bildung, wie sie abendländisch-humanistische Kultur versteht, gefährlich, weil Bildung etwas bewirkt, wovor der Islam sich unendlich fürchtet. Nämlich das Hinterfragen!

Denn durch dieses könnte geschehen, dass der Mensch sich ähnlich wie seinerzeit in der christlich-jüdischen Aufklärung von manch haarsträubenden Unsinnigkeiten der eigenen Religion löst. Doch das wäre dann schlussendlich das Ende des Islams, weil ihm dann die Grundlage für vieles und im Besonderen für die von ihm geforderte mohammedanische Weltherrschaft entzogen werden würde.

Bildungsministerium für Unbildung

Das aber so etwas nicht passiert, werden die Vertreter des Islams, und als solcher sieht sich im Besonderen der „Sultan“ Recep Tayyip Erdogan, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern wissen. Dass man dazu nichts anderes als Unbildung benötigt, zeigt das türkische Bildungsministerium.

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