Brasilien 2016: 794 Todesfälle durch Dengue, Chikungunya und Zika

Chikungunya: Neben einem Ausschlag kann die Krankheit durch Fieber bis zum Tod führen.  Foto: Nsaa / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Chikungunya: Neben einem Ausschlag kann die Krankheit durch Fieber bis zum Tod führen.
Foto: Nsaa / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
30. Januar 2017 - 12:00

Der Stich der Mückenart Aedes aegypti (Asiatische Tigermücke) war im Jahr 2016 in Brasilien für nicht weniger als 794 Tote direkt oder indirekt verantwortlich. Durch die übertragene Seuchenkrankheit sind im vergangenen Jahr im Einzelnen 629 an Dengue, 159 an Chikungunya und sechs an Zika tödlich erkrankt. Das Gesundheitsministerium in Brasilia registrierte insgesamt nicht weniger als 1.496.282 Dengue-, 265.554 Chikungunya- und 214.193 Zika-Erkrankungen im Erhebungsjahr 2016.

Chikungunya-Erkrankungen und -Todesfälle explodiert

Vor allem die Erkrankungen und Todesfälle in Folge von Chikungunya sind geradezu explodiert. So sind die Chikungunya-Erkrankungen gegenüber 2015 von 38.499 Fällen auf 265.554 Fälle angestiegen. Bei den Todesfällen bedeutet dies ein Steigerung um 1.100 Prozent (von 14  im Jahr 2015 auf 159 im Vorjahr). Und auch bei den Dengue-Fällen hält man bei 629 (2016) gegenüber 984 (2015) Todesfällen. Dies ist die zweithöchste Zahl seit dem Beginn der Erhebungen im Jahr 1990. 

Einschleppungs-Gefahr durch Fernreisen

Aufgrund der potentiellen Übertragung durch Fernreisen wurde 2016 wegen der erhöhten Einschleppungsgefahr auch in Österreich eine Meldepflicht für Dengue- und Zika-Fälle gesetzlich eingeführt. Im Dezember 2016 meldete das Gesundheitsministerium gegenüber dem Parlament bereits 30 Zika-Fälle in Österreich. 

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