24 Stunden vor Akademikerball: Kaum Interesse an Gegendemo, Grüne Lokalpolitikerin fabuliert über „Le Pen im Beisl“

Im Beisl ist der grüne Blick mitunter etwas getrübt. Foto: Dreblow / pixabay.com
Im Beisl ist der grüne Blick mitunter etwas getrübt.
Foto: Dreblow / pixabay.com

Es könnte sein, dass der Abend des 5. Wiener Akademikerballs am 3. Februar 2017 für die Polizei und die Ballgäste der ruhigste in der bisherigen Geschichte dieses Großereignisses wird. Angeführt vom neuen Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen macht sich auch in weiten Teilen des linken Lagers die Vernunft breit. Mobilisierungsversuche nennenswerter Persönlichkeiten aus dem roten oder grünen Lager gibt es praktisch keine. Nur bekannt radikale Organisationen vom linken Rand wie die „Offensive gegen Rechts“ rufen zur Kundgebung. Das Interesse der sonst um diese Jahreszeit ziemlich krawallgierigen Medien hält sich allerdings in engen Grenzen.

Erscheinungen im Beisl?

Verständlich, dass die paar besonders eifrigen Frontkämpfer enttäuscht sind und sich sehnlichst eine Initialzündung für die Mobilisierung herbeiwünschen. Ein Besuch der französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, das wär was, denkt sich wohl auch die Gemeinderätin Birgit Hebein, die selbst für die Wiener Grünen ziemlich weit links steht. Im Wirtshaus im 15. Wiener Gemeindebezirk dürfte ihr aber vor ein paar Tagen – vielleicht aufgrund bereits erfolgter Konsumation – die Wahrnehmung einen Streich gespielt haben. Und auch in der Hofburg wird die Front-National-Chefin diesmal nicht erwartet.

Weil der Teufel aber – trotz wenig erkennbarer linker Mobilisierung – nicht schläft, stehen trotzdem 2.700 Polizisten bereit, um den Ballgästen eine sichere Anfahrt in die Hofburg zu gewährleisten.

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