Für ein Bett im Zeltlager (Symbolbild) zahlte die Stadt dem Betreiber 653 Euro im Monat – plus 1.144 Euro „Betreuungspauschale“.

Foto: Bild: Geogast / Wikimedia (CC BY 3.0)
Stadt Essen zahlte Phantasiepreise für Unterkunft von Asylwerbern in Zelten und Leichtbauhallen

Es ist ja so gut wie erwiesen, dass sich der eine oder andere "Ausländerfreund" mit der unkontrollierten Einwanderung eine goldene Nase verdient. Was aber in der Stadt Essen (Nordrhein-Westfalen) über die Bühne ging, schlägt dem Fass den Boden aus. Laut einem Vertrag zwischen der Kommune und dem Asylheimbetreiber European Homecare (EHC) soll pro Flüchtling zwischen 1.900 und 9.400 Euro pro Monat gezahlt worden sein.

Zeitung erkämpfte Unterlagen-Einsicht vor Gericht

Dieser Vertrag, der jetzt deutschlandweit für Empörung sorgt und den "Bund der Steuerzahler" zur Feststellung veranlasste, dass die Flüchtlingskrise kein Grund sei, Knebelverträge einzugehen, liegt der Bild-Zeitung vor. Das Blatt, so berichtet die Welt, habe für die Einsicht der Unterlagen vor Gericht ziehen müssen. Die Stadt Essen hatte sich gewehrt, die genauen Kosten öffentlich zu machen.

Für jedes Heim-Bett 653 Euro monatlich

Wohl mit gutem Grund, wie sich jetzt herausstellte. Wer in der Stadt Essen, außer die Verantwortlichen, hätte für diese Luxuszahlung an den Asylheimbetreiber Verständnis gezeigt? Von Luxus war die Unterkunft übrigens weit entfernt. Es handelte sich um Unterbringungen in Zeltdörfern und Leichtbauhallen. Allein für jedes Bett in einer Unterkunft für 344 Personen zahlte die Stadt monatlich 653 Euro, also insgesamt 244.000 Euro im Monat an das Unternehmen EHC.

Paradoxon: Bei geringerer Auslastung stiegen Kosten

Laut Bild-Recherche kam zu diesem Betrag eine einmalige Pauschale für die Ausstattung und monatliche Kosten für Essen, Reinigung, Betreuung und Wachschutz in Höhe von mindestens 1.144 Euro pro Migrant hinzu. Noch teurer soll es für die Steuerzahler geworden sein, wenn die Halle weniger belegt war.

Diese unfassbare Vereinbarung, geschlossen am Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Jahr 2015, ist inzwischen ausgelaufen. Insgesamt soll das Unternehmen zehn Zeltdörfer mit bis zu 4.800 Flüchtlingen in Essen betrieben haben.

"Elendsverdiener" der Flüchtlingskrise

Ein Einzelfall? Vieles, was mit der Unterbringung von Flüchtlingen zu tun hatte, wird im Geheimen passiert sein. Und auch so manche NGO, die offene Grenzen und "Menschlichkeit" im Überfluss propagierte, könnte am Ende als reicher Abkassierer von der Asylindustrie profitiert haben.

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