Er ist fähig, seine Anliegen in kurzen, klaren Sätzen zu formulieren: Donald Trump ist das große Feindbild linker Tatsachenverwässerer.

Bild: Michael Vadon / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)
Linke hassen US-Präsident Trump, weil er klar sagt, was er denkt – und es dann auch noch tut

Die Gutmedien schwingen jetzt die Sprachkeule gegen US-Präsident Donald Trump. Renommierte Forscher werden engagiert, um zu bestätigen, was ohnehin jeder hört: Trump spricht in kurzen Sätzen, mit einfachen und klaren Worten, die jeder versteht. Er wiederholt sich sogar. Und er nennt die Dinge beim Namen. Wie unkorrekt!

Daher: Trump ist blöd und ungebildet. Die linken Schreiber hassen ihn dafür. Denn jemand, der verständlich sagt, was er meint, kommt gut an und braucht keine „Übersetzung“. Sie verlieren damit ihr Hauptgeschäft: die Deutung, Interpretation und Bewertung politischer Aussagen.

Gastbeitrag von Kornelia Kirchweger

Neuerdings werden auch Dolmetscher bemüht, die bestätigen sollen, wie schwierig Trump zu übersetzen sei. So geschehen unlängst in einer Tageszeitung, die es seit 1848 gibt. Dort stellt man sich die Frage, warum Sätze des US-Präsidenten in anderen Sprachen vernünftiger als im Original klingen. Gut manipuliert!

Klare Worte sind wir nicht mehr gewohnt

Diese Frage ist nämlich zugleich eine Behauptung – die völlig falsch ist. Trumps Englisch ist so klar und verständlich, wie kaum zuvor bei einem anderen US-Politiker. Man versteht ihn auch mit einfachen Englischkenntnissen. Und weil Trump so gut 'rüberkommt, gibt man jetzt den Dolmetschern die Schuld. Sie glätten, verschönern, verzerren ideologisch und machen damit Politik.

Sprachpolizei will Trump nicht so übersetzen, wie er spricht

Trump ist übrigens nicht nur dumm, sondern auch „infantil“, heißt es dort. Weil er häufig Begriffe wie „great“, „tremendous“, „strong“ oder „tough“ verwendet. Andererseits stößt sich hierzulande niemand daran, wenn Erwachsene und Medien mit „ganz viel“ oder „ganz groß“ in Kindersprache verfallen. „Sehr“ wurde wohl vom Lehrplan gestrichen.

Es macht auch nichts, wenn Regierungschefs von „Türen mit Seitenteilen“ reden und den Begriff "Asylobergrenze" über Nacht völlig neu deuten. Es ist auch egal, dass bei uns immer mehr TV- und Radiomoderatoren einen Sprachfehler haben. Man stelle sich nur vor, Trump hätte einen S-Fehler und lispelt seine Worte in die Kameras! Was wäre das für ein Gejohle!

Twittern dürfen Journalisten, aber nicht der US-Präsident!

Was der geschockten Medienschickeria überhaupt nicht in den korrekten Kram passt: Trump twittert! Jeder weiß – das geht nur in 140 Zeichen. Der ungebildete Trump schafft das spielerisch und macht Weltpolitik: in zwei Kurzsätzen – mit Bedeutung und Folgen. Das Dekret dazu liegt meist schon in der Schublade. Wenn er es dann rasch umsetzt, rauscht es wieder empört im Blätterwald.  

Ein Trump für Europa – Horrorszenario für das System

Schon immer mehr Menschen wünschen sich einen „Trump für Europa“.  Denn von solch direkter Rede und Aktion können wir nur träumen. Hier ist man schon überfordert, den Gesundheitszustand eines Regierungschefs korrekt darzustellen. Und was sonst noch täglich an heißer Luft aus den EU-, Regierungs- und Journalistenkanzleien zu uns strömt, interessiert keinen mehr – weil irrelevant, unverständlich und unglaubwürdig.

Deshalb hören die Menschen die Botschaft lieber im O-Ton. Den holen sie sich über die sozialen Medien. Die will man jetzt zensurieren. Denn zu viel Wahrheit verträgt das Volk nicht.

Kornelia Kirchweger hat Publizistik und Japanologie studiert. In Vergangenheit arbeitete sie für die Austria Presse Agentur (Außenpolitik) und den Bundespressedienst (Schwerpunkt EU-Beitritt). Sie sammelte zusätzlich Erfahrungen bei ihren zahlreichen Auslandsaufenthalten in Asien, Afrika und den USA. Ihre Schwerpunkte sind: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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