Italienische Studenten weisen oft nicht einmal das Niveau von Volksschülern auf.

Bild: Andreas Bohnenstengel / wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Italiens Professoren klagen: Großteil der Studenten sind halbe Analphabeten

600 Universitäts-Professoren aus Italien stiegen vor kurzem auf die Barrikaden. Sie richteten ein Schreiben zur Förderungen der Rechtschreibung in den Schulen an die Regierung und an das Parlament. Grund dafür seien dem Brief zufolge haarsträubende Orthografie-Fehler in den Arbeiten der Akademiker, wie sie nicht einmal in der dritten Volksschulklasse geduldet würden.

Studenten haben keine Ahnung von Grammatik

"Universitätsstudenten schreiben schlecht in ihrer eigenen Sprache, sie lesen kaum und haben Probleme, sich mündlich auszudrücken", beklagen die Professoren ihr Leid mit den "halben Analphabeten". Verursacher für die vielen grammatikalischen Pannen seien nicht zuletzt aber auch schlechte Textformen in der virtuellen Welt. Sms oder Chatnachrichten seien abgekürzt, und dementsprechend gehen die Studenten auch mit ihren Universitätsarbeiten um.

Seit den 70er Jahren wird Sprache vernachlässigt

Bereits seit den 70er Jahren sei den Professoren zufolge der Fokus der italienischen Grammatik im Unterricht vernachlässigt worden, heißt es in einem Beitrag der Presse. Ein Großteil der Korrekturarbeit einer Klausur falle momentan auf die grammatikalische Verbesserung. Die jüngsten Erhebungen der PISA-Studie ergaben, ähnlich wie in Österreich, einen erschreckenden Abfall der Rechtschreibqualität. An österreichischen Universitäten wird es womöglich nicht viel besser aussehen.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: EASYATW1), ltd. Unzensuriert

Copy link