Bei einem 17-jährigen Afghanen in Tirol wurde offene Tuberkulose festgestellt.

Bild: Robert Koch / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Afghanischer Asylwerber mit offener Tuberkulose an Tiroler Schule

Gemeinsam mit mehreren Dutzend Tirolern besuchte bis vor Kurzem ein 17-jähriger Afghanen den Schulunterricht in Kufstein. Nun wurde er allerdings vom Unterricht ausgeschlossen weil er an einer hoch ansteckenden Tuberkulose leidet. Erst ein Besuch beim Arzt bestätigte den Verdacht und so werden derzeit weitere 70 Personen zum Überträgerkreis des Asylbewerbers gezählt.

Erkrankung bei Asylant übersehen?

Alle Klassenkameraden, Lehrer und Mitbewohner der Flüchtlingsunterkunft in Natters wurden in den vergangenen Tagen vorgewarnt sowie untersucht, berichten die Kufsteiner Bezirksblätter von dem aufsehenerregenden Fall. Der Bezirkshauptmann Christoph Patzgummer hält eine Ansteckung zwar für unwahrscheinlich, möchte jedoch auf die Vorsorge und Früherkennung aufmerskam machen, wie er dem Blatt mitteilte.

Besonders prekär ist aber vor allem ein weiterer Umstand: Der junge Mann wurde angeblich bereits im Vorjahr untersucht, sein Befund damals jedoch als unauffällig eingestuft. Was bedeutet, er habe sich in den vergangenen Monaten mitten in Österreich in einer Unterkunft angesteckt. Anders die Diagnose des Krankenhauses: Die offene Tuberkulose bestand bereits zum Zeitpunkt der Einreise. In beiden Fällen ein schlechtes Zeugnis für die Zuwanderungspolitik.

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