Auf geschmuggelte Hundwelpen wartet in Österreich oft der Tod. (Symbolfoto)

Foto: Bild: Rezwan al Imran / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Gesundheitsministerium: Illegale Hundewelpeneinfuhr ist kein Schmuggel

In Sachen Tierschutz zeigt das zuständige österreichische Gesundheitsministerium zunehmend weniger Engagement. In einer Anfragebeantwortung an den FPÖ-Tierschutzsprecher Josef Riemer bestreitet es sogar begrifflich den Tierschmuggel nach Österreich. Laut Ressortschefin Sabine Oberhauser (SPÖ) ist eine illegale Hundewelpeneinfuhr kein Schmuggel, wie wortreich zu belegen versucht wird:

Wenn Tiere innerhalb der Union verbracht werden, ist ein Schmuggel unmöglich. Durch die Verwendung des Wortes „Schmuggel“ – oft auch in Verbindung mit der betroffenen Ware („Tierschmuggel“, „Suchtgiftschmuggel“, …) – soll wohl in Anlehnung an den tatsächlichen Tatbestand zum Ausdruck gebracht werden, dass eine Ware vorschriftswidrig über eine Grenze oder entgegen von bestehenden Vorschriften an einen bestimmten Ort gebracht wird (z.B. „Gegenstände in eine Haftanstalt schmuggeln“), obwohl ein Schmuggel dabei begrifflich gar nicht vorliegen kann. Dies scheint auch bei dem dieser Anfrage zu Grunde liegenden Zeitungsartikel erfolgt zu sein, da hier offenbar entgegen den Vorschriften des innergemeinschaftlichen Handels Tiere verbracht wurden, für die keine notwendigen Zeugnisse mitgeführt oder die gesetzlich vorgeschriebenen Transportbedingungen nicht eingehalten wurden.

Illegale Welpeneinfuhr: Neun Hunde sind an Folgen gestorben

Obwohl die Bürokraten aus dem Gesundheitsministerium lediglich eine illegale Welpeneinfuhr anerkennen wollen, sprechen die tragischen Folgen dieser Gesetzesverletzung für sich, denn es sind – soweit bekannt –  nicht weniger als neun Welpen gestorben. Zwei Bundesländer (Wien und Kärnten) haben dem Ministerium dazu keine Daten geliefert.

Die Bundesländer Burgenland, Salzburg, Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, Vorarlberg und Tirol haben die Anfrage des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen beantwortet. Es ergeben sich daraus folgende Daten: 7 Tiere sind trotz tierärztlicher Behandlung nach der Abnahme der Tiere im Tierschutzhaus gestorben. 2 weitere Welpen sind aufgrund einer Infektion verstorben.

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