Flüchtlinge verweigern Asyl in Kroatien, da man dort zu wenig Geld bekommt | Unzensuriert.at

Flüchtlinge verweigern Asyl in Kroatien, da man dort zu wenig Geld bekommt

Wieder machen sich tausende "Flüchtlinge" auf den Weg nach Österreich und Deutschland, da man in Kroatien als Aslywerber weniger Geld bekommt (Symbolfoto). Foto: Gémes Sándor/SzomSzed / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Wieder machen sich tausende "Flüchtlinge" auf den Weg nach Österreich und Deutschland, da man in Kroatien als Aslywerber weniger Geld bekommt (Symbolfoto).
Foto: Gémes Sándor/SzomSzed / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
13. Februar 2017 - 17:03

Nicht nur am Brenner in Tirol passieren täglich dutzende "Flüchtlinge" ungehindert unsere Grenze. Auch aus Slowenien droht ein neuerlicher Migrationsstrom gen Österreich. Denn: Viele vermeintlich Asylsuchende lehnen es ab, in Kroatien zu bleiben, wo man im Zuge von Umsiedlungsprogrammen der EU bereitwillig mehr als 1.600 Migranten aufnehmen wollte.

In Deutschland mehr Geld für Asylwerber

In den Flüchtlingslagern in Griechenland konnten überhaupt nur 60 bis 70 Flüchtlinge dazu bewogen werden, nach Kroatien zu reisen und dort um Asyl anzusuchen. Jene, die von selbst kamen, würden sofort versuchen, weiter nach Slowenien und dann nach Österreich zu kommen, so die kroatische Grenzpolizei.

Als Grund geben die Asylwerber an, keine Freunde und Verwandten und Kroatien zu haben. Häufiger wird aber die bescheidene finanzielle Zuwendung an Asylwerber in Kroatien als Grund genannt. In Österreich und Deutschland sieht dies natürlich anders aus. Daher versuchen die Migranten auch immer wieder, über die Grenze nach Slowenien zu kommen.

Ausgewiesene wollen wieder nach Österreich zurück

Viele der Asylwerber in den Lagern in Zagreb sind auch Ausgewiesene aus Österreich. Sie wollen um jeden Preis wieder zurück. Bemängelt wird zudem das "schlechte Essen" in den Quartieren.

Probleme gibt es auch zwischen Kroatien und Serbien. Hier würde die serbische Polizei oftmals illegal eingreiste Asylwerber nicht zurücknehmen. Wenn man den Leuten in Serbien sagen würde, dass die Route gesperrt ist, würde dies unabsehbare Folgen auf dem Balkan haben, so die kroatischen Behörden, da dort tausende "Flüchtlinge" auf ihre Weiterreise in den gelobten Norden warten. 

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