Steffen Zimmermanns skandalöser Tweet: „Diese hasserfüllte Frust-Truppe soll eine Alternative sein? Vielleicht für Arschlöcher. Aber nicht für Deutschland.“

Foto: Bild: Screenshot Twitter/@steffmann
Vorzeige-Katholik Zimmermann, Internet-Chef der Kirche, nennt AfD-Wähler „Arschlöcher“

Das offizielle Internetportal der deutschen katholischen Kirche katholisch.de ist das reichweitenstärkste Digitalmedium dieser mit etwa 24 Millionen Mitgliedern größten Religionsgemeinschaft der Bunderepublik. Das Portal katholisch.de informiert aktuell und multimedial über die katholische Kirche und auch im Allgemeinen über den christlichen Glauben. Finanziert wird diese Website auch mit etwa zwei Millionen Euro, die direkt von den Gläubigen kommen, der sogenannten Kirchensteuer.

Mitarbeiter von katholisch.de sind höchstwahrscheinlich gläubige Katholiken, die sich den Prinzipien Toleranz und Nächstenliebe verschrieben haben…, sollte man wenigstens glauben.

Christliches Gedankengut nicht notwendige Qualifikation

Ein gewisser Steffen Zimmermann, seines Zeichens Chef vom Dienst dieser durch einen Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz 2003 ins Leben gerufenen Internetpräsenz, zeigt allerdings, dass christliches Gedankengut keine notwendige Qualifikation für eine Mitarbeit dort ist. Auf einem (mittlerweile gelöschten) Tweet seines Twitter-Accounts gab er am Tag des Herrn, am Sonntag, bekannt, was er von einer großen Gruppe deutscher Mitbürger, die wohl zu einem nicht unerheblichen Teil auch katholisch sind, hält.

Sonntägliche Wortwahl: "Hasserfüllte Frust-Truppe"

Wörtlich war als Kommentar Zimmermanns über Wähler der Alternative für Deutschland (AfD) da zu lesen:

Diese hasserfüllte Frust-Truppe soll eine Alternative sein? Vielleicht für Arschlöcher. Aber nicht für Deutschland.

Der Tweet gelangte unmittelbar nach der Wahl Steinmeiers zum deutschen Bundespräsidenten in Umlauf und löste, nicht unverständlich, heftige Reaktionen aus. Henning Hoffgaard, Pressesprecher der AfD-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern, fragte sich zu Recht, ob so eine Beschimpfung „jetzt die offizielle Position der katholischen Kirche“ ist, „hunderttausende AfD-Anhänger als 'Arschlöcher' zu beschimpfen“.

Erst „Arschlöcher“, dann feige

Zwar wurde Zimmermanns Tweet relativ bald auf „geschützt“ umgestellt, sodass nur bestätigte Follower die Verbalentgleisung lesen konnten, doch da Screenshots vom Tweet gemacht werden konnten, kann sich der Mitarbeiter von katholisch.de nicht aus der Verantwortung stehlen. In weiterer Folge dürfte der Tweet ganz gelöscht worden sein.

Dazu meinte Henning Hoffgaard auf seinem Twitter-Account:

Erst beschimpft Vorzeige-Katholik @steffmann #AfD-Anhänger als "Arschlöcher", jetzt versteckt er sich feige vor den Reaktionen.

Kardinal beklagt "Verrohung"

Gespannt sollte man auch auf die Reaktionen katholischer Würdenträger wie etwa Kardinal Reinhard Marx sein. Vor einigen Tagen beklagte der Erzbischof von München und Freising noch eine zunehmende Verrohung in den öffentlichen Debatten. Dazu rief er die Christen auf, aufzustehen, wenn eine Diskussion statt offen und fair nur noch rücksichtslos geführt werde. Zusätzlich beklagte Marx, „wie schrecklich es ist, dass unsere Sprache so verroht ist“ und kommt zum Schluss, dass „wie wir sprechen, so handeln wir möglicherweise später.“

Merkwürdige Handlung von Kardinal Marx

Dass allerdings auch ein Kirchenfürst und nicht nur ein frustrierter Online-Redakteur vor merkwürdigen Handlungen nicht gefeit ist, zeigte Kardinal Marx am 20. Oktober 2016 am Jerusalemer Tempelberg. Dort versteckte er sein Bischofskreuz, um angeblich die gastgebenden Mohammedaner nicht zu verärgern (unzensuriert.at berichtete).

Dass er Millionen Christen weltweit damit vor den Kopf gestoßen hat, ist ihm wahrscheinlich genauso egal wie Herrn Zimmermann, wenn jener Menschen beleidigt, die deswegen eine Alternative für Deutschland unterstützen, weil sie das Land nicht den Mohammedanern aushändigen wollen. Eigentlich wäre das auch eine Aufgabe der Katholischen Kirche… leider nur eigentlich!

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