Ähnlich wie am Wiener Westbahnhof geraten auch am Linzer Hauptbahnhof ständig verschiedene Einwanderergruppen aneinander.

Foto: Bild: chb1848 / flickr (CC BY-SA 2.0)
Linzer Hauptbahnhof als neues Zentrum ausufernder Migranten-Gewalt – Polizei muss aufrüsten

Das weitläufige Gelände des Hauptbahnhofes der Oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz entwickelt sich zunehmend zu einem Zentrum von Asylwerber-Auschreitungen. Am vergangenen Wochenende kam es dort erneut zu Übergriffen junger Asylwerber, wie auch von den Öberösterreichischen Nachrichten berichtet wird.

Problemgruppe der jungen Asylwerber

Mittlerweile gibt es keine Woche ohne Zwischenfälle auf dem Gelände des Hauptbahnhofes. Auch für die Prügelei am vergangenen Wochenende zeichnet wiederum die Problemgruppe der jungen Asylwerber verantwortlich. Die Einsatzkräfte der Exekutive patrouillieren mittlerweile in Vierer-Streifen auf dem Gelände. Dennoch kehrt keine Ruhe am scheinbaren „Ersatz-Kriegsschauplatz“ von Asylantengruppen unterschiedlichster Nationalität ein.

Polizei-Patrouillen von zwei auf sechs Mann aufgestockt

Nach Angaben des Linzer Stadtpolizeikommandanten Karl Pogutter genügte es früher, wenn Kollegen alleine oder zu zweit dort ihren Dienst versahen, dies sei vorbei, so Pogutter. Mit mindestens vier bis sechs Mann müssten nun die Polizeistreifen auf dem Gelände des Hauptbahnhofes ihren Dienst versehen. Die Polizei müsse und möchte Stärke zeigen, erklärte Pogutter .

Auf dem Gelände des Hauptbahnhofes war zuletzt zu viel passiert. Seit Beginn dieses Jahres war noch keine Woche vergangen, in der es nicht zu Raubüberfällen, schweren Sachbeschädigungen und Schlägereien gekommen war.

„Ersatz-Kriegsschauplätze“ – Iraker gegen Afghanen

Letzten Samstag kam es ebendort zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen irakischen und afghanischen Asylwerbern. Die genauen Hintergründe blieben, wie so oft, für die Ermittler unklar. Nach einer Prügelei zwischen einem 18-jährigen Iraker und seinem 20-jährigen afghanischen Kontrahenten musste der Afghane schließlich in den Med Campus des Kepler Uniklinikums eingeliefert werden.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion dürfte der Afghane allerdings nicht schwer verletzt worden sein. Informationen über eine ebenfalls stattgefundene Messerstecherei haben sich allerdings im Nachhinein nicht bestätigt. Der Iraker konnte wenig später in seiner Asylunterkunft festgenommen werden.

Nach Angaben des Stadtpolizeikommandanten handle es sich in den meisten Fällen, in denen es zu Gewalt komme, um Auseinandersetzungen zwischen Asylwerbern, so Pogutter. Man gehe davon aus, dass es sich dabei um ethnische Konflikte handle, Täter und Opfer redeten kaum mit den ermittelnden Beamten, daher wisse man es nicht genau, erläutert Pogutter.

Evakuierung eines Imbiss-Restaurants

Letzte Woche Mittwoch musste ein Fast-Food-Restaurant auf dem Bahnhofsgelände geräumt werden. Jemand hatte auf der Herren-Toilette mit Pfefferspray hantiert. Rund 200 Personen wurden evakuiert.

Angaben einer Angestellten zufolge verließen danach drei junge Männer die Örtlichkeit, sie konnte diese aber nicht näher beschreiben. Zahlreiche Personen mussten wegen Atemnot und Kreislaufbeschwerden ambulant behandelt werden, drei verletzte Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Am ersten Februar-Wochenende wurde ein 16-jähriger Mühlviertler auf dem Bahnhofsgelände brutal ins Gesicht geschlagen und anschließend beraubt.

Mitte Jänner dieses Jahres wurde ein 26-jähriger von einer zehnköpfigen Gruppe junger Männer nach einer Auseinandersetzung in der Straßenbahn verprügelt.

Abgestellter verdächtiger Rucksack löste Bombenalarm aus

Auch ein „herrenloser“ abgestellter Rucksack sorgte letzte Woche auf dem Bahnhofsareal für helle Aufregung, es wurde Bombenalarm ausgelöst. Das verdächtige Gepäckstück stellte sich im Nachhinein als harmlos heraus, es konnte Entwarnung gegeben werden. Dies zeigt allerdings auf erschreckende Weise, dass die Einsatzkräfte und Passagiere scheinbar auf Österreichs Bahnhöfen und vor allem am Krisenherd Hauptbahnhof Linz bereits mit „dem Schlimmsten“ zu rechnen haben.

Kältebedingte Häufung von Straftaten am Bahnhofsgelände

Als Grund für die Häufung der kriminellen Aktivitäten auf dem Bahnhofsareal gibt der Stadtpolizeikommandant folgende mögliche Gründe an. Die Kälte würde die unterschiedlichen ethnischen Gruppen auf das Bahnhofsgelände treiben. Dort käme es dann zu den „Reibereien“.  Während man in den ländlichen Gemeinden darauf achten würde, unterschiedliche Ethnien wie beispielsweise Tschetschenen und Afghanen voneinander zu trennen, käme es dann an Örtlichkeiten wie dem Hauptbahnhof zu einem Aufeinandertreffen.

Die Polizei würde dabei zwischen den Fronten stehen, so Pogutter. Man hoffe allerdings, dass sich die Gruppen mit zunehmender Außentemperatur in die umliegenden Parks verteilen würden und sich somit nicht dauernd in die Quere kämen, hofft der Stadtpolizeikommandant.

Würde man diesen Gedanken weiter spinnen, dürfte man sich dann im Sommer wohl auf fröhliches Spazierengehen in Tschetschenen,- Iraker,-Afghanen-oder Syrer-Parks freuen dürfen.

Weitere Verstärkung der Polizeipräsenz

Auf bis zu 15 Einsatzbeamte, vor allem an Nachmittagen, wurde die Präsenz der Exekutive auf dem Areal des Hauptbahnhofes nun aufgestockt. Man mache personell alles, was geht, erklärte Pogutter. Um aber gleich nachzuschicken, dass verstärkte Präsenz nicht immer Wirkung zeige, da, selbst wenn die Streife daneben stehen würde, es die junge Migranten eigentlich nicht kümmern würde, resümierte der Stadtpolizeikommandant abschließend.

An einem der anderen Bahnhof-Brennpunkte, dem Wiener Westbahnhof, hat man nun zu einer Maßnahme gegriffen, von der man sich „Linderung“ erhofft. Auf dem gesamten Areal wurde vor rund drei Wochen das Gratis-WLAN abgestellt. Dies soll nun keinen Anreiz vor allem für Asylwerber mehr liefern, ihre „Freizeit“ auf dem Bahnhofsgelände zu verbringen.

Nun soll auch in Linz eine solche Maßnahme angedacht werden, erklärte ÖBB-Sprecher Karl Leitner.

FPÖ-Vizebürgermeister fordert nächtliches Alkoholverbot am Bahnhof

Der Linzer Vizebürgermeister und Stadtrat Detlef Wimmer fordert nach den jüngsten eskalierenden Zwischenfällen nun ein striktes Alkoholverbot zwischen 22.00 und 6.00 Uhr Früh auf dem Bahnhofsareal.

Von Seiten der ÖBB sieht man darin allerdings ein Problem. Man stehe dieser Idee skeptisch gegenüber, hätten sich doch zahlreiche Gastronomiebetriebe am Bahnhof eingemietet, für die das Verbot wohl ein Problem sein könnte, argumentierte ÖBB-Sprecher Leitner.

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