Straflandesgericht Wien: Unter regem Publikumsinteresse wurde gegen die Peiniger der 15-jährigen Patrycja verhandelt.

Foto: Bild: böhringer friedrich / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.5)
Prozess um Video-Mädchenprügler endet mit lächerlich milden Strafen für Tschetschenen

Die Wiener Migranten-Kuscheljustiz hat ihrem Namen wieder alle Ehre gemacht: Jene fünf Asozialen, die im November ein 15-jähriges Mädchen spitalsreif geprügelt hatten und ihre Heldentat auch noch auf Video festhielten, unzensuriert.at berichtete, wurden heute, Mittwoch, – trotz diverser Vorstrafen – zu lediglich ein paar Monaten Haft verurteilt.

Acht Monate Haft für vorbestraften Gewalttäter

Selbst der Hauptangeklagte Amircham M., der dem Opfer mit zwei gezielten Faustschlägen einen doppelten Kieferbruch zugefügt hatte, bekam lediglich zwei Jahre – davon allerdings zwei Drittel bedingt. Der Strafrahmen für schwere Körperverletzung liegt zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Mit acht Monaten tatsächlicher Haft (sofern ihm nicht auch noch das obligate „Drittel“ bei guter Führung nachgelassen wird) kommt der junge Mann also extrem billig davon.

Berüchtigte Sozialfall-Clique führte "Strafaktionen" durch

Vor Gericht stand eine berüchtigte Clique, deren Mitglieder immer wieder durch Gewalttätigkeit auffallen. So etwa die 16-jährige Leonie H., die damals, Mitte November 2016, zur „Strafaktion“ gegen Patrycja aufgerufen haben soll, weil diese ihr angeblich ein ausgeborgtes iPhone, Gewand und Geld nicht zurückgegeben hätte. Sie bestellte das spätere Opfer zur „Klärung“ in eine Garage beim Donauzentrum in Wien-Donaustadt. Dort erschien sie allerdings dann mit besagter Clique, wie auch der ORF berichtet.

Heldenepos: Zu sechst gegen eine 15-Jährige

Zu sechst (!) kreisten die Helden die 15-jährige ein, und das Martyrium begann. Zuerst begann Leonie mit dem Watschentanz, zwei ihrer Freundinnen, darunter eine Ecuadorianerin, ließen sich nicht lange bitten und schlugen Patrycja ebenfalls immer wieder ins Gesicht. Dann waren die Burschen, zwei amtsbekannte und mehrfach einschlägig vorbestrafte Tschetschenen dran. Leonie hatte sie aufgehusst, indem sie verbreitete, dass Patrycja einer moslemischen Somalierin  „das Kopftuch ‘runtergerissen“ haben soll. Ein anderes Mädchen ganselt ihren 16-jährigen Freund Abuu auf: „Mach mich stolz, Schatz!“ – Er sei „leicht zu überreden“, erklärte der vor Gericht. Leonie wiederum diagnostizierte sich selbst „ein erhöhtes Aggressionspotential“, wie auch der Standard berichtet

Tschetschenischer Intensivtäter ließ sich "leicht überreden"

Ein (angeblich) heruntergezogenes Kopftuch also als Auslöser einer Gewaltorgie. Da kann einem rechtgläubigen Mohammedaner schon einmal die Hand ausrutschen – egal, wie wahr oder unwahr die „Missetat“ erscheint. Scheinbar genügte schon allein der Verdacht, und so schlug zuerst jener 16-jährige Abuu S., der immer wieder durch ähnliche Gewalttaten auffällt und erst kürzlich verhaftet worden war, weil er Drohungen gegen Minister Sebastian Kurz via Facebook verbreitet hatte, dem Opfer weiter ins Gesicht.

Opfer mit Kieferbruch konnte zwei Monate nicht essen

Schließlich ließ sich auch der 21-jährige Amirchan M. überreden, dem bereits gezeichneten Mädchen noch einen finalen Hieb ins bereits blutende Antlitz zu verpassen. Dieser Schlag war es, der letztlich zum komplizierten, doppelten Kieferbruch führte, was eine langwierige und aufwendige Spitalsbehandlung nach sich zog. Laut medizinischem Bericht verlor das Mädchen auch einen Zahn, weiters wurden im Spital eine Schädelprellung und Prellungen sowie Blutunterlaufungen an beiden Gesichtshälften diagnostiziert. Das Mädchen konnte wochenlang nicht essen und kaum reden.

Die Begründung des Schlägers vor Gericht: Er sei von den anderen „genervt worden“, zuzuschlagen. Eine reine Nervensache, also. Der jüngere Bruder des Obermädchenschlägers wiederum bewies bessere Nerven: Er schaute zu und tat nichts, was ihm eine Anklage wegen unterlassener Hilfeleistung einbrachte.

Nur einen Tag nach der Gewaltorgie nächste "Strafaktion"

Nur einen Tag später führte die Clique die nächste „Strafaktion“ an einem anderen Mädchen durch – dieses hatte aber „Glück“ und kam mit ein paar Watschen und ohne größere Verletzungen davon. Dabei hielt der 21-jährige das Opfer fest, während Leonie ihr die Watschen verpasste, der 16-jährige Abuu filmte währenddessen die Heldentat. Das Gericht wertete die Aktion als „versuchte absichtliche schwere Körperverletzung“.

Kuscheljustiz macht sich lächerlich

Wie es angesichts solch offensichtlich gewohnheitsmäßiger Vorgehensweisen und der diversen Vorstrafen zu dermaßen milden Urteilen kommen kann, weiß nur der zuständige Schöffensenat unter Vorsitz von Richterin Michaela Röggla-Weisz. So fasste Leonie als „treibende Kraft“ schlappe 18 Monate aus, davon lediglich sechs unbedingt. Ebenso gnädig kam Abuu S. – trotz einer Vorstrafe wegen Raubes – davon. Der 21-jährige Haupttäter hat sogar zwei Vorstrafen wegen Körperverletzung auf seiner „Speiskarte“ – trotzdem muss er nur, wie anfangs berichtet, acht Monate ins Gefängnis. Die beiden Freundinnen Leonies, die unaufgefordert Watschen austeilten, kamen überhaupt nur mit jeweils zwölf Monaten bedingt davon. Der kleine Bruder, der der Gewaltorgie seelenruhig zuschaute, wird gar freigesprochen!

Opfer bekommt nicht einmal 4.000 Euro Wiedergutmachung

Opfer Patrycja hingegen musste ihre ursprüngliche finanzielle Wiedergutmachungs-Forderung aufgrund eines gerichtsmedizinischen Gutachtens über die „Schmerzperioden“ von 7.500 auf 3.960 Euro reduzieren. Ihre Anwältin bestand aber wenigstens darauf, dass die Angeklagten auch für allfällige Spätschäden haften. Die Urteile sind übrigens noch nicht rechtskräftig – vielleicht kommt ja die Staatsanwaltschaft doch noch ihrer Aufgabe nach und macht innerhalb der nächsten drei Tage einen Einspruch.

Rätsel um das brüchtigte Prügel-Video

PS: Wie das berüchtigte Video, das drei Millionen Mal angeschaut worden war, ins Netz kam, konnte auch im Prozess nicht ganz geklärt werden. So fand man zwar heraus, dass eine Tante des Opfers dafür verantwortlich zeichnet – woher sie den Mitschnitt aber hatte, verriet sie nicht. Die Täter hatten es nämlich nur über eine kleine What's app-Gruppe verschickt…

PPS: Einziger Hoffnungsschimmer im Sinne der Gerechtigkeit: Sollten die Mitglieder der Clique weiter so fleißig Verurteilungen sammeln wie bisher, was zu erwarten ist, werden sie ihre diesmal geschenkten Bedingten doch noch absitzen müssen…

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