Boykottieren Sponsoren den Russischen Ball, weil die Organisatorin am Linzer Kongress teilnahm?

Der Russische Ball kann heuer nicht in der Hofburg stattfinden. Die Organisatorin Nathalie Holzmüller vermutet, dass die Sponsoren ausblieben, weil sie beim Linzer Kongress "Verteidiger Europas" teilnahm. Foto: Unzensuriert.at
Der Russische Ball kann heuer nicht in der Hofburg stattfinden. Die Organisatorin Nathalie Holzmüller vermutet, dass die Sponsoren ausblieben, weil sie beim Linzer Kongress "Verteidiger Europas" teilnahm.
Foto: Unzensuriert.at
17. Februar 2017 - 10:00

Zehn Mal fand der Russische Ball in der Wiener Hofburg bisher statt und gehörte laut Veranstalterin Natalie Holzmüller zu den schönsten Bällen der Stadt. Dass heuer – im Tourismusjahr Österreich-Russland – der Ball ins Danceland verlegt werden muss, daran dürften nicht nur die Russlandsanktionen Schuld tragen.

Stadt Wien und WKÖ boykottieren Ball

Zwar konnte der Hauptsponsor aufgrund einer Erkrankung samt eines Aufenthalts in der Intensivstation den Ball nicht unterstützen. Doch auch sämtliche andere Sponsoren wie etwa die Stadt Wien oder die Wirtschaftskammer ließen diesmal komplett aus. Holzmüller hat die Vermutung, dass ihre Teilnahme am Linzer Kongress "Verteidiger Europas" im Oktober letzten Jahres der Auslöser für den Boykott sein könnte.

DÖW mit böswilligen Unterstellungen

Zur Erinnerung: Der Linzer Kongress war eine Veranstaltung, zu deren Medienpartnern auch unzensuriert.at zählte. Von linker Seite sprach man hetzerisch von einer „rechtsextremen“ Veranstaltung und es wurde auf den Linzer Straßen demonstriert. Holzmüller wird nicht nur die Teilnahme am Kongress vorgeworfen. Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands unterstellt ihr zudem, im Jahr 2014 ein Treffen der Linken missliebiger Politiker und Intellektueller aus ganz Europa im Palais Lichtenstein organisiert zu haben.

Holzmüller will mit Kunst die Völker verbinden

Holzmüller will sich nicht als Rechtsextremistin abstempeln lassen. Am Linzer Kongress sorgte sie für das musikalische Rahmenprogramm. Sie sieht sich als Brückenbauerin zwischen Österreich und Russland. Und sie setzt dabei auf die Hilfe der Kunst, um die Völker zu verbinden. Dazu zählen auch Bälle, wo Menschen zusammenkommen: „Meine Bälle sind eine Initiative für eine friedliche Zukunft. Meine Bälle sind für alle, die sich für Russland interessieren, es kennenlernen möchten, die Kultur lieben und offen für Kommunikation sind. Wir zeigen, wie schön unser Land ist.“

Der Russische Ball findet am 23. 2. 2017 statt. Nähere Informationen und Kartenbestellungen sind über die Internetseite des Balls möglich.

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