Freiheitskämpfer Andreas Hofer würde sich wegen Südtiroler Volkspartei im Grabe umdrehen

Tiroler Landsturm 1809 (Joseph Anton Koch: Ölgemälde auf Holz, um 1820); rechts hinter Andreas Hofer die Tiroler Fahne  Foto: Joseph Anton Koch / Wikimedia (gemeinfrei)
Tiroler Landsturm 1809 (Joseph Anton Koch: Ölgemälde auf Holz, um 1820); rechts hinter Andreas Hofer die Tiroler Fahne
Foto: Joseph Anton Koch / Wikimedia (gemeinfrei)
16. Februar 2017 - 18:20

Am 20. Februar 1810 wurde der Freiheitskämpfer Andreas Hofer, der wohl bekannteste Tiroler weltweit, von den Franzosen in Mantua standrechtlich erschossen. Daher finden jedes Jahr in ganz Tirol Feierlichkeiten anlässlich dieses Jahrestages seines Todes statt. Allerdings, so befürchtet die Bewegung „Süd-Tiroler Freiheit – Freies Bündnis für Tirol“, dass er sich heuer im Grabe umdrehen würde, wenn er sehen könnte, was die Südtiroler Volkspartei (SVP) aus dem Tiroler Landesteil südlich des Brenners gemacht hat. Nämlich eine schwache und Italien völlig unterwürfige Provinz.

Romgefällige Politik der SVP

Deswegen gibt es, so die Süd-Tiroler Freiheit, am kommenden Sonntag eigentlich wenig zu feiern. Denn Andreas Hofer und seine wackeren Mitstreiter vom Tiroler Volksaufstand (1809) kämpften für die Freiheit und die Einheit Tirols und nicht wie die SVP für eine romgefällige Politik der kulturellen Selbstaufgabe.

Während viele Völker Europas sich mehr denn je ihrer kulturellen Identität und Eigenständigkeit besinnen, wie etwa die Schotten oder die Katalanen, sah es die SVP als ausreichend an, sich in Italien häuslich einzurichten.

Kein Bekenntnis zu ganz Tirol mehr

Denn dass das deutschsprachige Gebiet des südlichen Tirol immer noch ein Teil des italienischen Nationalstaates ist, liegt für die Süd-Tiroler Freiheit an der jahrzehntelangen Untätigkeit der SVP, die die Selbstbestimmung der Deutschsprachigen gegen eine Selbstbedienungspolitik eingetauscht hat, die nur mehr dem eigenen Machterhalt dieser angeblich ethnischen Sammelpartei aller deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler gilt.

Die dadurch entstandenen Folgen dieser gegenüber Rom fehlgeleiteten Politik sind mehr als unübersehbar. Sowohl historische Ortsnamen als auch das Recht auf Gebrauch der Muttersprache oder muttersprachlicher Unterricht werden immer mehr verraten und verkauft. Und auch das politische Bekenntnis, dass Südtirol stets ein Teil des gesamten Tirols bleibt, ist für die SVP schon längst vom Tisch.

Zukunft ohne Italien: Flagge zeigen!

Daher fordert die Süd-Tiroler Freiheit ganz im Sinne Andreas Hofers, dass dieser Fehlentwicklung dringend Einhalt geboten werden muss. Es muss auch heutzutage wieder Freiheitskämpfer in Tirol geben, mutige Männer und Frauen, „die sich mit den friedlichen Mitteln der heutigen Zeit gegen die schleichende Italienisierung Süd-Tirols stellen und klar und deutlich eine Zukunft ohne Italien anstreben“.

Daher ruft die Süd-Tiroler Freiheit die Bevölkerung auf, am nächsten Sonntag, eben dem 20. Februar, auf jeden Fall an den Feierlichkeiten für Andreas Hofer teilzunehmen. Allerdings solle man als sichtbares Zeichen dafür, dass Südtirol noch immer ein Teil Tirols ist und immer einer bleiben wird, die Tiroler Fahne hissen.

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