Die Privatklinik VIMC erhält kein Geld aus dem PRIKRAF, weil die zuständige Interessensvertretung keinen Bedarf für die Klinik sieht.

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FPÖ kritisiert: Privatklinik wird ausgehungert, damit Konkurrenz sie billig kaufen kann

Die VIMC, eine Privatklinik im Wiener Bezirk Währing, darf ihre Leistungen nicht über den gesetzlich vorgesehenen Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds – kurz PRIKRAF – abrechnen, weil angeblich kein Bedarf für diese Klinik bestünde, wie es von der zuständigen Interessensvertretung, dem Fachverband der Gesundheitsbetriebe, heißt. „Die langen Wartezeiten für medizinische Eingriffe in Wien und die ständig überfüllten Spitäler und Spitalsgänge sprechen freilich eine ganz andere Sprache“, meinte dazu FPÖ-Obmann HC Strache bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Klink-Betreiber Walter Grubmüller.

Obmann Hadschieff hat „zwei Gesichter“

Julian Hadschieff, der Obmann des Fachverbandes der Gesundheitsbetriebe, die eine Teilorganisation der ÖVP-dominierten Wirtschaftskammer Österreich ist, ist darüber hinaus auch in der Geschäftsführung von vier Privatkliniken tätig, „die alle über den PRIKRAF abrechnen und die er allesamt offensichtlich fernab von seinen eigentlichen Aufgaben als Interessensvertreter aller Branchenteilnehmer vor unerwünschter Konkurrenz schützen will“, wie HC Strache kritisierte. „Alle Bemühungen auf juristischer und politischer Ebene, diesen Skandal zu beenden, sind bis jetzt gescheitert!“

VIMC droht billig verscherbelt zu werden

Obwohl der Hauptverband der Sozialversicherungsträger mit der Aufnahme der Klinik in den PRIKRAF einverstanden wäre, legt sich die eigene Interessensvertretung quer. Und das möglicherweise, um die Klinik auszuhungern, auf dass sie dann billig gekauft werden kann. So seien Walter Grubmüller 2 Millionen Euro für die Konzession der Betten der Klinik angeboten worden. Eine Summe, die weit unter dem Marktwert liegen dürfte, wie der FPÖ-Abgeordnete und Rechtsanwalt Johannes Hübner zu verstehen gab.

„Dieser Umstand sowie der allseits bekannte Umstand, dass man besonders in Wien für medizinische Eingriffe in Spitälern besonders lange warten muss und das Patienten häufig nur mehr am Gang untergebracht werden können, steht im krassen Widerspruch zum Argument des Fachverbandes der Gesundheitsbetriebe, wonach kein Bedarf besteht. Und es lässt die Weigerung, die VIMC endlich in das PRIKRAF-System aufzunehmen, als geradezu skandalös erscheinen“, sagte Strache.

Pressekonferenz der FPÖ zur Wiener Privatklinik VIMC und zum möglichen Eurofighter-U-Ausschuss:

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