Aufwendige Recherche mit geringem Ergebnis. Das ARD-Magazin „Fakt“ berichtet über Migranten, die angeblich ihre Organe verkaufen wollen, um nach Deutschland zu kommen.

Foto: Bild: Screenshot ARD-Mediathek
Fakt oder Fake? Flüchtlinge verkaufen laut ARD-Magazin Organe, um nach Europa zu kommen

Die "Willkommenspolitik" hat alle möglichen negativen Effekte über Europa gebracht, von Terroranschlägen, dem Verlust der Rechtsstaatlichkeit bis hin zu unfassbaren finanziellen Belastungen für die europäische Staaten und Bürger. Doch es war auch von vornherein klar, dass sie für Teile der Migranten selbst unschöne Folgen haben werde. Das tatsächliche Leben als Migrant in Europa sieht anders aus, als es durch Medien und Nichtregierungs-Organisationen vorgegaukelt wird.

Trotz Merkels Einladung: Anreise bleibt schwierig

Eine so realitätsverweigernde und über Probleme hinwegblickende politische Ideologie wie jene der Willkommenspolitik fordert natürlich fatale Konsequenzen. Denn obwohl der Ruf Merkels, alle Welt sei willkommen in den europäischen Sozialsystemen und dürfe nach Europa einwandern, sich über den gesamten Globus verbreitete, stellt sich die tatsächliche Einreise für Migranten aus gewissen Ländern nun doch als weniger einfach heraus.

So stranden hunderttausende Menschen in Ländern wie Libyen oder der Türkei und warten auf den letzten entscheidenden Schritt auf europäisches Festland, weil die illegale Überfahrt erst einmal bezahlt werden muss. Wie nun Focus Online berichtete, gehen dem Anschein nach einige Migranten in der Türkei dazu über, ihre Organe auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, um sich den Dienst der Schlepper leisten zu können. Ohne Arbeit oder Sprachkenntnisse bietet dieser dubiose Handel Einreisewilligen eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Die Abnehmer für Organe finden sich in Saudi-Arabien oder dem Westen. Eine Niere sei für 6.000 bis 11.000 Euro zu erwerben, ebenso werde mit Leberlappen gehandelt. Soziale Netzwerke dienen als Verkaufsportale.

Fragwürdige Reportage ohne konkrete Fakten

Zu beachten ist allerdings auch, dass die Informationen über diese Form des Organhandels einer Reportage des ARD-Magazins „Fakt“ entnommen wurden, wo bei allem vorgetragenen Einsatz der Journalisten nicht eine einzige Zahlenangabe genannt wird und auch keine einzige Person angetroffen wird, die tatsächlich ein Organ verkauft haben will.

Interviewt werden Männer, welche angeblich über diesen Schritt nachdenken, immer verbunden mit einem tragischen Familienschicksal. Die Reporter nehmen sich dieser Individualschicksale an, um sie auf eine breitere Masse projizieren zu können. Ziel dieser Reportage ist eindeutig die Beeinflussung der deutschen Medienkonsumenten dahingehend, dass diese Mitleid mit dem Leben der Migranten in der Türkei bekommen. So schlimm der illegale Organhandel weltweit auch sein mag, die Reportage zu diesen Umständen weist eher emotionale und propagandistische als dokumentarische Elemente auf.

Reißerische Rechtfertigung der missratenen Willkommenkultur

Kein einziger tatsächlicher Fall wird dokumentiert, die „Spurensuche“ basiert auf Anfragen aus sozialen Netzwerken. Umso unverfrorener ist die Aussage des ARD-Magazins, dass der Verkauf eines Organs der letzte Ausweg für Migranten sei. Man bekommt unweigerlich den Eindruck, dass hier nach neuen, möglichst reißerischen Geschichten gesucht wird, um die missratene Willkommenspolitik weiter vor der eigenen Bevölkerung rechtfertigen zu können.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link