H? Chí Minh bekommt sein Denkmal im rot-grünen Wien (hier bei einem Staatsbesuch in der DDR mit Matrosen der Nationalen Volksarmee).

Foto: Bild: Bundesarchiv, Bild 183-48579-0009 / Wikimedia (CC BY-SA 3.0 DE)
Wien wird zum Ort internationaler kommunistischer Erinnerungskultur

Die „Gesellschaft Österreich Vietnam“ gab bereits am 3. August 2016 auf ihrer Homepage bekannt:

Auf Antrag der Gesellschaft Österreich Vietnam als Stifter hat die Stadt Wien (Stadtgartenamt) nunmehr die Errichtung einer Gedenkstätte für Ho Chi Minh, den Staatsgründer und langjährigen Präsidenten Vietnams, im Wiener Donaupark genehmigt.

Die Kosten für die Anfertigung und die Errichtung einer Statue an diesem Standort werden von vietnamesischer Seite übernommen, die die dafür erforderlichen weiteren Schritte unternehmen wird. Nach ihrer Fertigstellung wird die Gedenkstätte in das Eigentum der Stadt Wien übergehen, die für ihre Pflege und Erhaltung sorgen wird.

Wien wird das Denkmal pflegen

Nun bestätigte auch der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ), dass es sich bei dieser Information um keine Fake-News handelt und gab sogar zu, dass die Stadt Wien für die Pflege des Denkmals eines kommunistischen Diktators sorgen wird.

H? Chí Minh war einer der Gründer der Kommunistischen Partei Indochinas (Kommunistische Partei Vietnams) und später Führer der "Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams", des berüchtigten Vietcong, der einen Guerilla-Krieg gegen Südvietnam führte.

Zuletzt, bis zu seinen Tod 1969, war dann H? Chí Minh Präsident des kommunistischen Nordvietnams. Die Vereinigung beider Staaten unter kommunistischer Führung (1976) erlebte er nicht mehr, doch wurde die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, Saigon, ihm zu Ehren in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt.

Und nun erhält ein solcher Mann tatsächlich die Ehre, dass ihm auch in Wien gedacht wird, was allerdings hier einigen eher weniger gefällt. So kommentierte etwa der ÖVP-Klubobmann Manfred Juraczka, dass es eine Schande sei, „dass das offizielle Wien keinerlei Berührungsängste mit Massenmördern hat“.

Fischers Trauer um nordkoreanischen Diktator

Freilich sollte stets berücksichtigt werden, dass gerade unter den österreichischen Sozialdemokraten eine besondere Affinität zu kommunistischen Diktatoren besteht, wie etwa der ehemalige Präsident Heinz Fischer (zugleich ehemaliges Präsidiumsmitglied der österreichisch-nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft) demonstrierte, als er seine tiefste Trauer über den Tod des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-il ausdrückte (unzensuriert.at berichtete).

Das rot(-grüne) Wien als Stadt kommunistischer Erinnerungskultur

So fügt sich auch die bereits im Donaupark aufgestellte Büste des kommunistischen Terroristen Che Guevara in dieses Bild, dass man aus Wien von SPÖ-Seite (natürlich mit derzeitig tatkräftiger Unterstützung der Grünen) möglicherweise einen Ort internationaler kommunistischer Erinnerungskultur machen möchte.

Bisher in Wien noch zu besuchen (Auswahl): Salvador-Allende-Denkmal (ebenfalls Donaupark) und das in der ganzen demokratischen Welt einzigartige Stalin-Denkmal (Gedenktafel im 12. Bezirk).

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