Kanadische Studie ergab, Menschen pinkeln massenhaft in Schwimmbäder

Von 31 getesteten öffentlichen Schwimmbecken oder Whirlpools waren alle, teils sogar stark, mit Urin kontaminiert. (Symbolfoto) Foto: Pexels / pixabay.com
Von 31 getesteten öffentlichen Schwimmbecken oder Whirlpools waren alle, teils sogar stark, mit Urin kontaminiert. (Symbolfoto)
Foto: Pexels / pixabay.com
3. März 2017 - 13:47

Manche Studien lassen einem durchaus die Grausbirnen aufsteigen. So etwa eine aus Kanada, wo Wissenschaftler untersucht haben, wieviel Urin sich im Wasser von Schwimmbecken befindet.

Rekordwert 75 Liter Urin

Wie das Magazin American Chemical Society Journal berichtete, prüfte man in zwei kanadischen Städten 31 Schwimmbecken und Whirlpools in öffentlichen Bädern auf das Vorhandensein von Urin und musste fesstellen, dass durchwegs alle Becken damit kontaminiert waren. In einem der getesteten Becken befanden sich sogar mehr als 75 Liter Urin und in einem etwas kleineren immerhin noch rund 30 Liter Urin.

Die von der kanadischen Universität Alberta genommenen Proben waren Teil einer Messreihe, mit der Chemiker einen Urin-Schnelltest für das Wasser von Schwimmbädern ausprobierten. Dabei verglich man die Menge eines häufig genutzten künstlichen Süßstoffes, den der menschliche Körper nahezu unverändert wieder ausscheidet, sowohl im Wasser des Beckens als auch mit jenem Wasser, mit dem das Becken gefüllt wird. Auf diese Weise konnten Rückschlüsse auf Urin im Beckenwasser erzielt werden.

Getrübter Badespaß durch ekelhafte Badbesucher

Zwar wäre Urin grundsätzlich steril, doch da Schwimmbeckenwasser mit Chemikalien versetzt wird, kann eine Verbindung von Urin mit diesen Chemikalien gesundheitsgefährdend sein. Augenreizungen oder Atemprobleme könnten ausgelöst werden.

Eine Mitarbeiterin des Forscherteams, Lindsay K. Jmaiff Blackstock, kommentierte das grausliche Ergebnis damit, dass der zusätzliche Beweis erbracht worden ist, „dass Menschen wirklich in öffentliche Schwimmbäder pinkeln.“

Zu dieser weiteren Erkenntnis hätte es allerdings keine (wohl teure) Studie gebraucht!

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.