Der private Verein sah sich zunächst als Brücke zwischen dem Siegerstaat USA und Deutschland (Symbolbild: Lissabon, Tejo-Mündung in den Atlantik).

Bild: Public Domain / pixabay.com (CC0 1.0)
„Atlantik-Brücke“: Vorgebliche Menschenfreunde pflegen in Wirklichkeit gute Geschäfte

Was ist eigentlich die Atlantik-Brücke und wie demokratieförderlich ist diese wirklich? Viel zu wenig weiß der Otto-Normalbürger über diese Organisation, die schon fast als ein Club der Oligarchen bezeichnet werden kann. Was ist also eigentlich die Gründungsgeschichte dieser Organisation?

"Deutsch-amerikanische Freundschaft" als Aufhänger

Im Jahr 1952 wurde der Verein von den Bankiers Eric Warburg und Gotthard von Falkenhausen, den ZEIT-Journalisten Marion Gräfin Dönhoff und Ernst Friedländer und den Unternehmern Eric Blumenfeld und Hans-Karl von Borries gegründet. Es ging um die deutsch-amerikanische Freundschaft und die so löbliche gegenseitige Verständigung.

Gastbeitrag von Volker Hahn

Genau dies könnte gerade jetzt, mit einem Präsidenten Trump, Gold wert sein, doch ein genauerer Blick auf die Gründung der Atlantik-Brücke lässt Zweifel daran entstehen, dass es sich wirklich um einen rein menschenfreundlichen Verein wahrer Demokraten handelt. Es scheint, als hätten Kontakte zur US-Oligarchie schon damals besonders interessiert, und wen wundert es da, dass bereits damals die amerikanischen Eliten das deutsche Interesse durchaus gezielt zur Förderung der US-Interessen in Übersee genutzt haben.

Elitenverein fördert eigene wirtschaftliche Interessen

Dass es hier hauptsächlich, wenn nicht gar ausschließlich, um wirtschaftliche Interessen geht, scheint klar zu sein, und die deutsch-amerikanische Freundschaft – zumindest bei der Atlantik-Brücke – bezog sich eben nicht auf die reine zwischenmenschliche, freundschaftliche Verständigung. Jedes Mitglied hat hier seine eigenen Interessen verfolgt. Doch auf öffentliche Kritik an diesem Verein der Interessensdurchsetzer können wir wohl lange warten.

Wenig Transparenz, keine öffentliche Kritik

Denn noch immer geht es um die Machterhaltung. Unter der exklusiven Mitgliederschar sind Eliten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien vertreten, von öffentlicher Kritik und Transparenz wird da wohl eher abgesehen. Die Mitgliederzahl scheint jedenfalls bewusst beschränkt zu sein, und das Auswahlverfahren durch den Vorstand deutet auf die bewusste Exklusivität und gezielte Netzwerkarbeit hin.

"Atlantik-Brücke" befürwortete auch TTIP

Selbst das hoch umstrittene transatlantische Freihandels-Abkommen TTIP war von der Atlantik-Brücke befürwortet worden, obwohl es nur einigen wenigen Großkonzernen genutzt hätte und der Schaden für Verbraucherschutz und Demokratie umso größer gewesen wäre. Die Atlantik-Brücke steht wohl eher für Interessenvertretung und nicht so sehr für Verständigung an sich.

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