Claus Klebers Angriff auf die Kleingärtner in Altenburg hat nun ein juristisches Nachspiel.

Foto: Bild: Olaf Kosinsky / Wikimedia (CC BY 3.0)
Kleingärtner zeigt ZDF-Moderator Kleber wegen Nazi-Verunglimpfung an

Verunglimpfende Pauschalverurteilungen, die von so manchen Fernsehmoderatoren gerne verwendet werden, lassen sich die Zuschauer nicht mehr gefallen. So hat nun der Chef des Kleingarten-Regionalverbandes Altenburger Land (Thüringen), Wolfgang Preuß, Anzeige gegen den ZDF-Moderator Claus Kleber erstattet. Dieser sagte in der "Heute Journal"-Ausgabe vergangenen Samstag (ab Minute 10:32):

Reporter notierten damals, dass in Schrebergärten schwarz-weiß-rote Reichsfahnen so präsent sind wie das Schwarz-Rot-Gold der Bundesrepublik.

Schwarz-Weiß-Rot waren die Farben des deutschen Kaiserreiches ab 1871, aber ebenso des Dritten Reichs, worauf Kleber ganz offensichtlich anspielte.

Anmoderation für Theaterstück

Kleber meinte die Schrebergärten in Altenburg in Thüringen. Diese hat er sozusagen als Vorspann für die eigentliche Geschichte, einen Beitrag über das Theaterstück "Der Hauptmann von Köpenick", bei dem es angeblich Anfeindungen gegen ausländische Künstler gab, missbraucht. Kleber wies weiters darauf hin, dass die 33.000-Einwohner-Stadt Altenburg zuletzt mit einem Aufmarsch des Pegida-Ablegers "Thügida" Schlagzeilen gemacht habe.

In der Leipziger Volkszeitung empört sich Kleingarten-Chef Preuß über Kleber:

Das ist einfach schlecht recherchiert. Für mich stellt dies eine pauschale Diskriminierung aller Altenburger Kleingärtner dar. Ich empfinde solche Worte als öffentliche Herabwürdigung des Ehrenamts, das die Kleingärtner in unserer Stadt hundertfach engagiert leisten.

Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Gera

Mit Fremdenfeindlichkeit will Wolfgang Preuß nichts zu tun haben. Der 71-jährige Chef, auch parteiloser Stadtrat in der SPD-Fraktion, hat aufgrund von Diskriminierung am Donnerstag Strafanzeige gegen Kleber bei der Staatsanwaltschaft Gera gestellt. Klebers Worte, so Preuß in der Leipziger Volkszeitung, würden 7.000 Kleingärtner direkt angreifen.

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