UBER: Abwehrsoftware gegen Behördenkontrollen eingesetzt?

UBER: Soll die Greyballsoftware Behördenkontrollen verhindern helfen? Foto: Alper Çuğun / flickr (CC BY 2.0)
UBER: Soll die Greyballsoftware Behördenkontrollen verhindern helfen?
Foto: Alper Çuğun / flickr (CC BY 2.0)
6. März 2017 - 16:00

Der US-Fahrdienst UBER sorgt mit angeblichen Geschäftsmethoden neuerlich für Aufsehen in der Öffentlichkeit: Laut Medienberichten in der US-Tageszeitung New York Times soll UBER international mit einer eigenen Abwehrsoftware operieren, die die Aufgabe hat, Behördenkontrollen zu verhindern.

Software identifiziert Behördenmitarbeiter

Diese Software mit der Bezeichnung Greyball soll über eine Auswertung von Social-Media-Konten, Kreditkartendaten und Standortidentifizierungen Mitarbeiter von Steuer- und Gewerbebehörden identifizieren.

Auf dieser Grundlage sollen Geschäftskontakte mit potentiellen Kontrolleuren ausgeschlossen werden. Bestellungen die von solchen Neukunden getätigt werden, sollen nicht angenommen werden. Der Greyball-Einsatz soll bereits in einigen Städten der USA sowie in Frankreich, Italien, China, Südkorea und Australien gekommen sein.

UBER rechtfertigt Greyball-Einsatz mit Betrugsabwehr

UBER soll den Einsatz von Greyball an einzelnen Destinationen mit der Betrugsabwehr gegen dubiose Neukunden gerechtfertigt haben. Dass sich UBER etwa in Österreich sehr wohl gegen Behördenkontrollen wehrt und deshalb sogar seinen Firmensitz verlegt haben soll, ist aber evident.

So haben FPÖ-Anfragen an den zuständigen Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) ergeben, dass die Arbeitsinspektion bei Kontrollen gegen UBER vor verlassenen Geschäftsräumlichkeiten gestanden ist. 

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