Kommunikationsbehörde Austria verurteilt ORF wegen Plem-Plem-Sager

Der ORF hat wieder einmal gegen das Objektivitätsgebot und das Gebot sachlicher Kommentare verstoßen. Foto: Thomas Ledl / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Der ORF hat wieder einmal gegen das Objektivitätsgebot und das Gebot sachlicher Kommentare verstoßen.
Foto: Thomas Ledl / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Keine gute Nachricht fur die angeblich objektive ORF-Informationsabteilung. Der Staatsfunk wurde für die Beleidigung Frank Stronachs durch den Politologen Peter Filzmaier verurteilt.

Sommergespräch mit Spätfolgen

In seiner “Analyse” des ORF-Sommergesprächs 2016 mit Frank Stronach hatte der Politologe Peter Filzmeier den Milliardär und Parteigründer indirekt als "plem-plem" bezeichnet. Indirekt deshalb, da Filzmeier den Zusehern unterstellte, dass diese seiner Meinung nach einen solchen Eindruck von Stronach gewonnen haben könnten. Eine Entschuldigung soll Filzmaier abgelehnt haben. In der Folge legte Frank Stronach Beschwerde bei der Kommunikationsbehörde Austria ein, die nun in seinem Sinne entschieden hat. Laut der Medienbehörde hat der ORF das Objektivitätsgebot und das Gebot sachlicher Kommentare verletzt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Team-Stronach-Lugar kritisiert den ORF

Anläßlich einer Pressekonferenz zur Entscheidung der Kommunikationsbehörde bezeichnete Team- Stronach Klubobmann Robert Lugar das Verhalten der ORF- Moderatorin Lou Lorenz-Dittlbacher als beschämend, da sie sich nicht von den Aussagen Filzmaiers distanziert habe. Auf Beschwerden des Team Stronach sei nicht reagiert worden. Nach der Entscheidung der KommAustria müsse der ORF das jetzt aber, so Lugar.

Tendenziöse Berichterstattung ohne Ausgewogenheit und Objektivität

Der ORF lasse immer wieder durch tendenziöse Berichterstattung Ausgewogenheit und Objektivität vermissen, kritisierte der Politiker. Und es gebe öfter Vorfälle, die das Objektivitätsgebot des ORF vermissen lassen. Lugar erinnerte in diesem Zusammenhang an gängige Interview-Praktiken des ORF, wo, so Lugar “in die Fragen einfach Unterstellungen hineingebracht werden und dann in der Antwort einfach das Wort abgedreht wird.“

Lorenz-Dittlbacher als notorische Dreinrednerin

Lorenz-Dittlbacher fiel auch schon bei anderen Gesprächen, etwa mit HC Strache oder bei der Wahlanfechtung der FPÖ dadurch auf, dass sie ihm bei nicht genehmen Antworten einfach ins Wort fiel und versuchte, ihn hysterisch niederzureden. Was allerdings nicht wirklich klappte.

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