Grenzstation USA-Mexiko. Donald Trump will mit dem Mauerbau illegale Grenzübertritte eindämmen.

Foto: Bild: Phillip Capper / flickr (CC BY 2.0)
Frankreichs Außenminister warnt Baustoffkonzern, an Trumps Mauer zu Mexiko mitzuwirken

Die französische Regierung mischt sich in innerstaatliche Angelegenheiten der USA ein. Um Donald Trump zu schaden, versucht man den Grenzmauerbau zu Mexiko zu hintertreiben und setzt einen Baustoffkonzern unter Druck.

Linke Politlobby versus Privatwirtschaft

Die sozialistische französische Regierung lässt keinen Zweifel daran, dass man dazu entschlossen ist, den Ausbau der Grenzmauer zu Mexiko möglichst zu behindern. Die prinzipielle Bereitschaft des französisch-schweizerischen Baustoffkonzerns LafargeHolcim, an deren Errichtung mitzuwirken, stößt daher in Regierungskreisen auf gehöriges Missfallen.

Am Rande des EU-Gipfels in Brüssel richtete der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault der Konzernleitung aus, dass man dort gründlich darüber nachdenken solle, was im Interesse des Unternehmens sei. Denn es gebe auch Kunden, die über eine solche Entscheidung bestürzt seien. Ayraults Meinung nach hätten Wirtschaftsunternehmen eine soziale Verantwortung und müssten auch Umweltbelange berücksichtigen.

Konzern verfolgt keine politischen, sondern Wirtschaftsinteressen

Der französisch-schweizerische Konzern LafargeHolcim ist der weltweit größte Hersteller von Baustoffen und führend auch in den USA tätig. Hinsichtlich des Mauerbaus äußerte sich Geschäftsführer Eric Olsen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP dahingehend, dass er an allen Infrastrukturprojekten in den USA interessiert sei. Man habe keine politischen Ansichten zu vertreten, sondern sei dazu da, die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen.

Dem Handelsblatt teilte eine Sprecherin des Zementherstellers mit, dass man bezüglich einer Beteiligung am Bau der Sperranlage noch keine Entscheidung getroffen habe und man noch nicht einmal wisse, aus welchen Materialien die Mauer gebaut werden solle.

600 Firmen haben Interesse

Insgesamt haben nach einer Ausschreibung vom 24. Februar bereits rund 600 Unternehmen ihr Interesse bekunden, am Bau der Mauer mitzuwirken. Je nachdem ob Befürworter oder Gegner des Mauerbaus sich dazu äußern, wird mit Kosten zwischen 8 und 21 Milliarden Dollar gerechnet.

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