Niederlande: Selbst Migranten wählen rechten Geert Wilders, um Einwanderung zu stoppen

In Holland gut integrierte Migranten wollen weiteren Zuzug in die soziale Hängematte verhindern und wählen Wilders. Foto: NFZ
In Holland gut integrierte Migranten wollen weiteren Zuzug in die soziale Hängematte verhindern und wählen Wilders.
Foto: NFZ
14. März 2017 - 15:48

In den Niederlanden ist der Wahlkampf in vollem Gange. Am morgigen 15. März wird das Parlament gewählt, und rechtskonservative Parteien wie jene von Geert Wilders wird ein fulminanter Sieg prophezeit. Er steht für eine rigorose Einwanderungsbeschränkung, Beibehaltung der christlichen Werte und Stärkung der Kernfamilien. Damit spricht er aber nicht nur immer mehr Niederländern an, sondern auch eine ganze Menge Einwanderer, wie eine Umfrage zeigt.

Umfrage: Schon sieben Prozent der Migranten wählen Wilders

Das EtnoBarometer listete bei den Parlamentswahlen 2012 beispielsweise nur 1,8 Prozent der Migranten, welche sich für die Partei von Wilders, der PVV, entschieden. Bei den kommenden Wahlen wollen das immerhin sieben Prozent der 1.800 befragten Einwanderer tun. Und das aus einem simplen Grund: um eine weitere Einwanderung zu verhindern

"Die könnten sich integrieren, aber sie wollen nicht"

Ein befragter Afrikaner, der als junger Mann nach Holland kam, sich schnell einen Job suchte und die Landessprache lernte, äußerte sich dazu ganz offen, wie die Welt berichtete: „Und was machen die Leute, die heute ankommen? Die haben zum Teil fünf, sechs Kinder, um die sie sich nicht einmal richtig kümmern können. Und die leben alle vom Staat. Wir verhalten uns doch auch normal. Das könnten sie auch, aber sie wollen nicht“.

Medien schreiben sich jetzt schon Finger wund

Umfragen in der Gesamtbevölkerung gehen von einem zweistelligen Wahlergebnis für Wilders aus, die meisten Politbarometer sehen den Rechtskonservativen mit 13 Prozent auf Platz zwei hinter der rechtsliberalen Regierungspartei VVD. Die Medien sagen der „Partei für die Freiheit“ allerdings jetzt schon einen Misserfolg voraus. Da ist der Wunsch wohl Vater des Gedankens...

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