Kuhhandel mit Türkei: Merkel sagte Erdogan Aufnahme von 250.000 Migranten pro Jahr zu

Nach dem Kuhhandel mit der Türkei darf man sich nicht über den knieweichen Kurs Deutschlands wundern, so Harald Vilimsky. Foto: Harald Vilimsky / Facebook
Nach dem Kuhhandel mit der Türkei darf man sich nicht über den knieweichen Kurs Deutschlands wundern, so Harald Vilimsky.
Foto: Harald Vilimsky / Facebook
15. März 2017 - 13:00

Recherchen für ein Buch des „Welt“-Journalisten Robin Alexander haben nun wichtige und erschütternde Details zum Flüchtlings-Deal mit der Türkei aufgedeckt:  Demnach hat die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Niederlandes Premier Rutte der Türkei im März vorigen Jahres zugesagt, 150.000 bis 250.000 Migranten pro Jahr aus der Türkei direkt nach Europa zu holen.

Gastkommentar von Harald Vilimsky

Das Pikante daran: Diese Zahlen wurden gegenüber den anderen europäischen Staaten verschwiegen. „Die volle Wahrheit mutete Merkel den Deutschen nicht zu“, titelt die „Welt“. Auch sei der Deal kein überraschender Vorschlag der Türkei gewesen, sondern schon am Tag zuvor mit Erdoğans Premier ausgehandelt worden, heißt es nun.

Türkei-Deal war Alleingang von Merkel

Der ganze „Türkei-Deal“ war de facto ein verantwortungsloser Alleingang der deutschen Flüchtlings-Kanzlerin. Da wundert einen Merkels jüngste Türkei-Politik wirklich nicht mehr: Zuerst das Schweigen, als nach dem Putsch Erdoğan mit massiven Verletzungen von Rechtsstaat und Demokratie reagierte. Jetzt der knieweiche Kurs gegenüber den Millionen Türken in Deutschland und Europa, die Erdoğan ganz gezielt für seine Zwecke instrumentalisiert. Und die sich – das muss man ganz klar sagen – zu einem viel zu großen Teil auch instrumentalisieren lassen. Selbst schuld: In Deutschland kann man ganz offen für eine Präsidialdiktatur eintreten, solange sie nur islamisch ist – und genießt dafür das Vertrauen der Kanzlerin.

Harald Vilimsky ist Delegationsleiter der FPÖ im Europäischen Parlament und Generalsekretär der FPÖ. Dieser Artikel ist auf der Webseite www.fpoe.eu erschienen.

>> Harald Vilimsky auf Facebook und Twitter

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.