Freiwillige Helferin versorgt Migranten in Traiskirchen: Nicht jeder der „Schutzsuchenden“ hat einen Asylgrund.

Foto: Bild: unzensuriert.at
„Sekundärtraumatisierte Flüchtlingshelfer“: Der „Kurier“ sorgt sich um frustrierte Ehrenamtliche

Der Kurier lamentierte in seiner Sonntagsausgabe über die Ungewissheit, unter denen mehr oder weniger junge Einwanderer zu leiden haben. Sie befürchten, ihre Mühen in den österreichischen Schul- und Integrationskursen könnten vergebene Liebesmüh‘ gewesen sein, sollte ihr Asylantrag abgelehnt werden. Der Kurier kritisiert, daß ein Asylgrund überhaupt überprüft wird, denn so das Blatt:  Nun würden „Burschen und Helfer gleichermaßen unter Schlafstörungen und Angstattacken leiden“.

Gastbeitrag von Barbara Rosenkranz

Ja, auch die zahlreichen „Flüchtlingshelfer“ leiden. Und zwar dann, wenn behördlich festgestellt werden sollte, daß bei ihren Schützlingen kein Asylgrund vorliegt, und sie eben nicht ihren Heimatstaaten verfolgt werden.

Der Kurier führt aus: „Ehrenamtliche Helfer sind mit der selben Hilflosigkeit und Ohnmacht konfrontiert wie die jungen Flüchtlinge", erklärt die Psychotherapeutin und Leiterin der Akutbetreuung Wien, Michaela Mathae. Ihrer Einschätzung nach sind 20 Prozent der freiwilligen Flüchtlingshelfer gefährdet, eine sogenannte "Sekundärtraumatisierung" zu erleiden.

"Gemeinsames Warten auf den Asylbescheid"

"Das Gefühl des Ausgeliefertseins übernehmen die Leute von den Flüchtlingen", erklärt die Expertin. Gemeinsam warte man auf den Asylbescheid, und "wenn der negativ ist, fühlen sich die ehrenamtlichen Helfer einerseits schuldig, weil sie nicht mehr machen konnten und andererseits müssen sie die Trauer, Aggression und die Wut der jungen Flüchtlinge aushalten."

Offensichtlich sollte man die heimischen „Flüchtlingshelfer“ besser schützen – kontrollieren wir wieder unsere Grenze und bewahren wir so die Sozialarbeiter vor „Sekundärtraumatisierung“.

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