Verwendungsbezeichnung Professor vergiftet für grüne Nachwuchspolitikerin das Lernklima

 Junggrüne Flora Petrik übt sich schon im Abschaffen und Verbieten. Foto: www.ots.at / Pressefoto Junge Grüne
Junggrüne Flora Petrik übt sich schon im Abschaffen und Verbieten.
Foto: www.ots.at / Pressefoto Junge Grüne
22. März 2017 - 16:47

Generationen von Gymnasiasten haben ihre Lehrer respektvoll mit Herr oder Frau Professor angeredet. Ginge es nach den Jungen Grünen, wäre damit bald Schluss.

Nationalrat soll „Professor“ abschaffen

Mit einer Petition an den Nationalrat wollen die Jungen Grünen die Abschaffung von Titeln an Schulen erreichen. Respekt war gestern, „gleiche Augenhöhe“ ist gefragt. So oder so ähnlich lässt sich die Forderung der Bundessprecherin der Jungen Grünen, Flora Petrik, zusammenfassen. Konkret geht es der Grünen um die Abschaffung der Bezeichnung „Professor“ an höheren Schulen.

Abschaffen und Verbieten, was nicht ins eigene Weltbild passt

Mit dem Begehr der Abschaffung der Bezeichnung Professor an höheren Schulen scheint sich die grüne Nachwuchspolitikerin in der Bevormundungs- und Verbotspartei für höhere Aufgaben empfehlen zu wollen. Und sie gibt sich kämpferisch: „Der österreichische Titelfetisch ist nicht nur peinlich, sondern treibt einen Keil zwischen Schüler und Lehrer (im Original gegendert) und vergiftet das Lernklima“, gibt Petrik in einer Aussendung von sich. Die „Titelgeilheit“ beruhe auf verkrusteten Traditionen, die auf Gehorsam und Disziplin abzielen, doziert die 22-jährige Junggrüne weiter. Dabei sollten sich ihrer Meinung nach Schüler und Lehrer auf Augenhöhe begegnen. Eine Erklärung, wie eine simple Verwendungsbezeichnung nach vielen Jahrzehnten und Schülergenerationen plötzlich das „Lernklima“ vergiften kann und wie man Lehrer an höheren Schulen sonst bezeichnen soll, bleibt Fräulein Petrik allerdings schuldig.

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