Wegen Moscheeschließung: Moslems in Paris beten demonstrativ auf Straßen

Ein Bild an das man sich in Europa gewöhnen muss: Öffentliches Beten von Moslems zum Zwecke der Rechtsdurchsetzung. Foto: Screenshot / YouTube RT France
Ein Bild an das man sich in Europa gewöhnen muss: Öffentliches Beten von Moslems zum Zwecke der Rechtsdurchsetzung.
Foto: Screenshot / YouTube RT France
26. März 2017 - 10:00

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Es ist ein relativ neues Phänomen und zugleich eine Machtdemonstration des Islams in Europa: Massenhaftes Beten von Moslems auf öffentlichen Flächen in europäischen Städten. Erst im Oktober vergangenen Jahres berichtete unzensuriert.at von ähnlichen Szenen in Rom, wo dutzende Islamanhänger vor dem Kolosseum für mehr Moscheen demonstrierten und dabei beteten. Nun spielt sich ähnliches in Paris ab.

Temporäre Moschee wurde geschlossen

In dem 60.000 Einwohner zählenden Pariser Vorort Clichy leben größtenteils zugewanderte Moslems. Im Jahr 2013 vereinbarte der damalige sozialistische Bürgermeister mit diversen Islamverbänden die Nutzung eines Gebäudes als Moschee. Im Jahr 2015 wurde jedoch ein Mitte-Rechts Kandidat Bürgermeister, dieser kündigte den Mietvertrag und will das Moscheegebäude nun in eine Bibliothek umwandeln. Sehr zum Missfallen der moslemischen Einwohner, die in aggressiver Art und Weise gegen die Schließung demonstrierten.

"Allahu Akbar" Rufe und beten auf der Straße

Die Moscheegemeinde kündigte Protestmaßnahmen an, weshalb die Polizei bei der Schließung der Moschee vor Ort sein musste. Die Szenerie die sich Beamten wie Passanten und Autofahrern bot mutete mehr als befremdlich an. Unter aggressivem "Allahu Akbar" Rufen blockierten hunderte langbärtige Moslems und zum Teil komplett verhüllte Frauen die Straßen und wurden vom lokalen Imam demonstrativ zum Gebet aufgefordert. Der Verkehr kam zum erliegen.

Die Polizei unternahm hingegen nichts gegen die widerrechtliche Verkehrsblockade und suchte das Gespräch mit den Verantwortlichen. Womöglich aus Angst, denn als man bereits ähnliche Proteste samt öffentlichem Beten im Jahr 2011 auflösen wollte, kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen.

Neue Moschee zu weit entfernt

Skurril muten auch die Forderungen der Moslems an. Eine neue Moschee in einem erst kürzlich eröffneten Islamzentrum sei zu weit von Clichy entfernt. Immerhin müsse man der wachsenden Zahl an Moslems in der Stadt eine Moschee bieten. Laut Angaben der "Union islamischer Verbände in Clichy" leben in der Stadt bereits 20.000 Moslems. Dies entspricht einem Drittel der Einwohnerzahl.

Die Demonstranten wollen jedenfalls nicht klein beigeben und jeden Tag provokant auf der Straße beten, bis die Stadt zu ihren Gunsten einlenkt. Durch Aufrufe in sozialen Netzwerken wuchs die Zahl der Teilnehmer auch in den letzten Tagen rasant an.

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