Sektindustrie und Konsumenten sollen weiterhin die Last der Schaumweinsteuer tragen.

Foto: Bild: Sven Teschke/Wikimedia(CC BY-SA 3.0
Sektsteuer-Schikane: Finanzminister Schelling will weiter abkassieren

Die im Beamtendeutsch als "Schaumweinsteuer" definierte Sektsteuer soll in Österreich bestehen bleiben, wenn es nach Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) geht. Welche bisherigen Auswirkungen diese Steuer auf die heimische Sektindustrie bzw. die Weinbauern als Zulieferer hat, ist dem ÖVP-Minister – obwohl laut Eigenmarketing auch Hobbyweinbauer – ebenfalls total egal, wie er dem Parlament mitteilt:

Das Bundesministerium für Finanzen erhebt weder Marktanteile österreichischer Schaumweine noch die Zahl der Arbeitsplätze bei „heimischen Sektherstellern“. […] Dem Bundesministerium für Finanzen liegt keine Studie vor, die sich mit den ökonomischen Auswirkungen der Schaumweinsteuer beschäftigt bzw. welche die direkten Auswirkungen auf die österreichischen Schaumweinproduzenten und -importeure erhoben hat.

ÖVP-Minister freut sich über 47 Millionen Euro Steuerbelastung

Geradezu stolz ist der schwarze Finanzminister auch auf das bisherige Ergebnis der Schaumweinsteuer-Einnahmen seit dem Jahr 2014. Immerhin kann sich Schelling auf bisher 47 Millionen Euro an Steuern auf dem Rücken der heimischen Konsumenten freuen. Nach nur knapp sechs Millionen waren es 2015 18,5 und 2016 fast 23 Millionen Euro. Ein wenig sauer wirkt Schelling nur, weil er im ersten Jahr nicht auf die gewünschten Einnahmen kam

Für 2014 (veranschlagtes Aufkommen 20,8 Millionen Euro) ist zu beachten, dass die Schaumweinsteuer erst zum 1. März 2014 wieder eingeführt wurde. Große Schaumweinmengen wurden offenbar vor dem 1. März 2014 ausgelagert und konnten daher noch ohne Schaumweinsteuerbelastung verkauft werden. 

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