Das städische Jörgerbad hatte schwere hygienische Mängel aufzuweisen.

Foto: Bild: Gryffindor / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Jörgerbad in Wien-Hernals hatte im Vorjahr Hygiene-Probleme

Einen hygienisch nicht einwandfreien Betrieb hatte das städtische Jörgerbad in Wien-Hernals im Jahr 2016 zu bieten. Konkret fehlte ein gesetzlich vorgeschriebener Befund über die Chlorgasanlage, wie Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) jetzt gegenüber dem Parlament zugeben musste:

Der Befund über die Überprüfung der Chlorgasanlage fehlte, dadurch wurde der Bestimmung des § 13 Abs. 1 Bäderhygienegesetz (BHygG) iZm § 9 Bäderhygieneverordnung 2012 (BHygV 2012) nicht entsprochen.

Ohne diese Befundung konnte ein vorgeschriebener einwandfreier Betrieb der Wasseraufbereitungsanlage nicht festgestellt werden. Gleichzeitig mangelte es im Hernalser Jörgerbad auch im Saunabereich an den entsprechenden hygienischen Mindestanforderungen, wie die SPÖ-Gesundheitsministerin einräumte:

Es wurden schwarze Verfärbungen der Sitzbänke der Herrensaunakabine und Rohholzsitzbank vor der Damensaunakabine festgestellt, dadurch wurde den Bestimmungen der §§ 88 und 91 Abs. 1 BHygV 2012 nicht entsprochen.

Magistratsabteilung 44 soll Chlorgasanlagen-Befund übermitteln

Jetzt wurde die Magistratsabteilung 44 als Betreiberin der Badeanlage behördlich veranlasst, den entsprechenden Befund über die Überprüfung der Chlorgasanlage dem für die Kontrolle zuständigen Magistratischen Bezirksamt zu übermitteln. Auch die Misere im Damen- und Herrensaunakabinenbereich wurde bis auf weiteres versucht zu sanieren:

Während der alljährlichen mehrwöchigen Betriebssperre wenige Wochen nach der Revision im Herbst wurden die Sitzbänke der Herrensaunakabine getauscht und die Rohholzsitzbank vor der Damensaunakabine lackiert.

FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein, die das Hernalser Hygieneproblem an die Öffentlichkeit brachte, will aber nicht locker lassen:

Schon im Juli werde ich eine neuerliche Anfrage stellen, um der städtischen Bäderverwaltung auf die Finger zu klopfen. Es kann nicht sein, dass in Einrichtungen, die vom Steuerzahler finanziert werden, solche hygienischen Zustände herrschen.

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