Fast 7.000 Prostituierte im letzten Jahr neu zugelassen - Kärnten hinter Wien auf Platz zwei

Sexdienstleisterinnen stehen unter der Kontrolle der Gesundheitsbehörden.  Foto: Usien / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Sexdienstleisterinnen stehen unter der Kontrolle der Gesundheitsbehörden.
Foto: Usien / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
7. April 2017 - 12:59

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Nicht weniger als 104.806 Kontrolluntersuchungen hat die dafür zuständige Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit über die regionalen Gesundheitsbehörden an Sexuladienstleisterinnen - im Volksmund Prostituierte - im Jahr 2016 durchführen lassen. Die Zahlen zu Gewerbeerlaubnis und Gewerbeentzug zeigen deutlich: Angebot und Konkurrenz werden immer größer.

Eine Anfragebeantwortung von Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) gibt weiteren Aufschluss über die gesundheitliche Befundung des ältesten Gewerbes der Welt.

Der Großteil der Untersuchungen an Prostituierten wurde in der Bundeshauptstadt Wien mit 42.627 durchgeführt, es folgen die Steiermark mit 18.862 und Oberösterreich mit 17.877, weiters Kärnten mit 8.506, Salzburg mit 7.446, Niederösterreich mit 5.930, das Burgenland mit 2.068 und das „heilige Land Tirol“ mit 1.490 Kontrolluntersuchungen. Für das Bundesland Vorarlberg liegen keine Daten vor. Dort ist die Prostitution de facto verboten.

"Prostituierten-Deckel" für 6.728 neue Sexualarbeiterinnen

Einen neuen sogenannten "Prostituierten-Deckel", sprich die gesundheitsbehördliche Berechtigung zur Ausübung erhielten 2016 insgesamt 6.728 Sexualarbeiterinnen. Die Bundeshauptstadt Wien stellte 2.128 Legitimationen aus, das relativ kleine Kärnten beachtliche 1.168, die Steiermark 1.162, Oberösterreich 729, Tirol 555, Niederösterreich 443, Burgenland 311 und Salzburg 232.

Beim Entzug der Lizenz zum offiziellen Anschaffen ergibt sich ebenfalls eine entsprechende Bundesländerverteilung. Auch hier ist wiederum Wien mit 320 Ausweisen an der Spitze, gefolgt von der Steiermark mit 71, Oberösterreich mit 41, Kärnten mit 34, Salzburg mit 20, Niederösterreich mit 17 sowie Burgenland und Tirol mit jeweils elf. 

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