Akademikerarbeitslosigkeit steigt rasant - Vor allem Bakkalaureats-Absolventen wenig gefragt

Die Universität Wien hat tausende von arbeitslosen Akademikern produziert. Foto: James Mason-Hudson / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Die Universität Wien hat tausende von arbeitslosen Akademikern produziert.
Foto: James Mason-Hudson / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Das österreichische Arbeitsmarktservice (AMS) hat eine neue Baustelle: die Akademikerarbeitslosigkeit. Im Gesamtjahr 2016 stieg in diesem Bereich die Arbeitslosigkeit im Durchschnitt auf 24.077 Personen. Allein 12.558 arbeitslose Akademiker waren beim AMS in der Bundeshauptstadt Wien gemeldet. Auch in diesem Bereich ist die Altersarbeitslosigkeit hoch, denn es befinden sich unter diesen mehr als 24.000 joblosen Akademikern 7.421 Personen, die das 45. Lebensjahr bereits überschritten haben.

Und noch ein Ausschnitt aus der Arbeitslosenstatistik 2016 lässt aufhorchen:

Der Anteil der FachhochschulabsolventInnen (inkl. Bakkalaureat) an allen arbeitslosen AkademikerInnen betrug im Jahresdurchschnitt 2016 12,3 Prozent, der Anteil der UniversitätsabsolventInnen (inkl. Bakkalaureat) betrug 83,4 Prozent.

AMS: Sozial- und Naturwissenschafter sind stark betroffen

Die AMS-Statistik bringt weitere interessante Details an die Öffentlichkeit: Neben den Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern mit 3.629 Arbeitslosen repräsentieren die Naturwissenschaftler mit 2.558 bereits die zweitgrößte Gruppe an Akademikern ohne Job. Einigermaßen ernüchternd ist auch die Arbeitslosigkeit bei Bakkalaureats-Absolventen. Im Universitätsbereich stellen diese 2.247 Arbeitslose und im Fachhochschulbereich 632 Arbeitslose.

Dass 2016 die Spitze der Akademikerarbeitslosigkeit noch lange nicht erreicht wurde, beweisen die Zahlen aus der AMS-Märzstatistik. Aktuell liegt man bereits bei 28.852 Akademikern ohne Job, ein Anstieg von 2.075 Personen bzw. 7,7 Prozent gegenüber März 2016.

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