Attentäter von Stockholm kam 2014 als Asylant

Stockholm trauert um die Opfer der Terrorattacke, für die ein abgelehnter Asylwerber aus Usbekistan verantwortlich ist. Foto: Frankie Fouhanthin / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Stockholm trauert um die Opfer der Terrorattacke, für die ein abgelehnter Asylwerber aus Usbekistan verantwortlich ist.
Foto: Frankie Fouhanthin / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
9. April 2017 - 14:24

Der Hauptverdächtige für den Anschlag in Stockholm mit vier Toten wurde bereits sechs Stunden nach dem Terrorakt gefasst. Es handelt sich um einen 39-jährigen Usbeken.

Attentäter war abgelehnter Asylwerber

Die schwedische Polizei hat bei ihrer Pressekonferenz am Sonntag, 9. April, folgendes zum Attentäter bekanntgegeben:

Der Verdacht hat sich erhärtet, dass es sich bei dem verhafteten Usbeken um den Attentäter handelt. Er war 2014 als Asylwerber nach Schweden gekommen. Sein Asylantrag wurde im Juni 2016 abgelehnt. Im Dezember 2016 wurde er von der schwedischen Migrationsbehörde zur Ausreise aufgefordert, wozu ihm eine vierwöchige Frist gestellt wurde. Der Verdächtige kam der Ausreiseverpflichtung jedoch nicht nach und tauchte stattdessen unter. Am 24. Februar 2017 wurde die Polizei eingeschaltet, um ihn zu finden und abzuschieben. Dies gelang jedoch nicht. Die Polizei rechtfertigt sich dadurch, dass es in der Region 3.000 und im gesamten Land 10 000 solcher Fälle gebe.

Tote identifiziert

Alle vier Todesopfer sind nun identifiziert: Es handelt sich um zwei Schweden, darunter ein elfjähriges Mädchen, eine 31-jährige Belgierin und einen Briten. Zehn Verletzte befinden sich weiterhin im Krankenhaus, davon zwei auf der Intensivstation.

Zahlreiche Verhöre und Verhaftungen

Es gab seit dem Attentat 500 Verhöre, mehrere Hausdurchsuchungen und Verhaftungen. Es befinden sich gegenwärtig ungefähr fünf Personen in Haft. Die Polizei wollte nicht näher auf die Verbindungen der Verhafteten zum Attentat eingehen. Zum Motiv des Täters wollte die Polizei ebenfalls nichts Konkretes sagen. Es wurde nur mitgeteilt, dass der Usbeke schon früher Sympathien für extremistische Vereinigungen, darunter der IS, ausgedrückt hatte.

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