Umfrage zu Wirtschafts- und Finanzwissen der Kärntner politisch gefärbt

An der Universität Klagenfurt wurde vom SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser eine fragwürdige Umfrage in Auftrag gegeben.  Foto: JJ55 / Wikimedia, gemeinfrei
An der Universität Klagenfurt wurde vom SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser eine fragwürdige Umfrage in Auftrag gegeben.
Foto: JJ55 / Wikimedia, gemeinfrei
17. April 2017 - 9:51

Der rote Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser will gemeinsam mit dem Kärntner Arbeiterkammer-Präsidenten Günther Goach das "Finanz- und Wirtschaftswissen" der Kärntner evaluieren. Ein dafür im Rahmen einer Studie erarbeiteter Fragebogen weist dabei aber durchaus parteipolitisch gefärbte Fragen auf, was nun der FPÖ-Obmann, Landesrat Gernot Darmann, kritisiert. 

Tendenziöse Fragen zu Hypo

Die derzeit unter Studenten der Universität Klagenfurt kursierende Umfrage, die von Wissenschaftlern an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt erstellt wurde, weist besonders im Kapitel rund um den Hypo-Alpe-Adria-Skandal tendenziöse bis politisch gefärbte Fragestellungen auf. Etwa: „Wie lange wird der Imageschaden aus den Geschehnissen rund um die HYPO/HETA noch nachwirken?“

Diese Frage ist jedoch suggestiv, denn sie impliziert beim Befragten einen Ansehensverlust des Landes Kärnten. „Das ist keine wissenschaftliche Untersuchung, sondern eine parteipolitisch motivierte Meinungsumfrage“, kritisiert Darmann, der drauf hinweist, dass die Fragen 49 bis 59 des Fragebogens mehr oder weniger tendenziös die Entwicklungen zur Causa HYPO/HETA beleuchten.

Wer finanziert die Umfrage?

Nun will der FPÖ-Politiker sowohl von Landeshauptmann Kaiser als auch vom Rektorat der Universität Klagenfurt wissen, wer dieses umstrittene Polit-Projekt finanziert. „Die Kärntner Bevölkerung will sicher wissen, aus welchem Landestopf Steuergelder für eine derart plumpe Stimmungsmache fließen!“, so Darmann.

Ziel der Umfrage ist es laut Initiatoren, aus den Ergebnissen "bildungspolitische Maßnahmen" abzuleiten. Der Fragebogen wird an zufällig ausgewählte Kärntner Haushalte verschickt. Inwieweit das Finanzwissen der Kärntner aber durch politisch gefärbte Umfragen verbessert wird, bleibt fraglich.

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