Trotz Abbestellungen: Ministerium zahlt mehr für Zeitungsabos

Die Ministerien haben zahlreiche Zeitungsabos und zahlen dafür viel Geld - auf Kosten der Steuerzahler. Foto: Andreas Praefcke/ Wikimedia (CC BY 3.0)
Die Ministerien haben zahlreiche Zeitungsabos und zahlen dafür viel Geld - auf Kosten der Steuerzahler.
Foto: Andreas Praefcke/ Wikimedia (CC BY 3.0)
19. April 2017 - 13:41

Seit 2014 hinterfragt der steirische Nationalratsabgeordnete Walter Rauch jährlich die Zahl und Kosten von Zeitungsabonnements in Österreichs Ministerien. Im September 2015 berichtete unzensuriert, dass die Regierung im Jahr 2014 in Summe 1,143.947,01 Euro für Zeitungen ausgegeben hat. Der Betrag  könnte allerdings für 2016 weiter übertroffen werden. Aktuell ist eine Anfragebeantwortung von Andrä Rupprechter, dem ÖVP-Minister für Landwirtschaft und Umwelt eingetroffen. Obwohl sein Ministerium weniger Fachzeitschriften abonniert hat, sind die Kosten gesamt gestiegen.

Keine Einsparung erzielt

Mit Stichtag 12.01.2016 gab es im Ministerium 252 Abonnements. Mit Stichtag 23.01.2017 – also ein Jahr später – waren es 242 Abonnements. Und dennoch, eine Einsparung wurde nicht erzielt. Für 2015 beliefen sich die Kosten auf etwas über 100.000 Euro (davon entfallen 64.000 Euro auf  Fachzeitschriften und 36.000 Euro auf Tages-, Wochen-, Monatszeitungen und Magazine). Ein Jahr später stiegen die Kosten – trotz weniger Abos – auf über 113.000 Euro. Printmedien sind offenbar erheblich teurer geworden. Man darf gespannt sein, wie hoch die Gesamtsumme an Kosten sein wird, wenn alle Ministerien die Anfrage beantwortet haben.

FPÖ-Mandatar sorgt für Kostentransparenz

Walter Rauch hat in der Vergangenheit auch so manch andere Ausgaben der Ministerien unter die Lupe genommen. Beispielsweise die Taxi-Abrechnungen oder die Kreditkartenausgaben stehen regelmäßig auf der Agenda des FPÖ-Politikers.

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Kommentare

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Jeder Haushalt muss seine Zeitung selber bezahlen, aber dieses Pack, die eh schon soviel verdienen, bekommen die Zeitungen gratis! Ich werde einmal in den Ministerien vorbei schauen und meine "gebrauchten" Zeitungen bei ihnen abladen!

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...wenigstens in ausreichender Anzahl in die ministeriellen Sch..sshäuser hängen, wo sie schließlich auch hingehören!

Bild des Benutzers antaios
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mit der gesteigerten Qualität zu rechtfertigen sein...( Freie, unabhängige Medien)- nicht wahr!?
EINSPARUNG- Sinnlos!:
Staatliche Ausgaben/ Einsparungen alles schon uninteressant. Die Summen die in der EU und eben auch die in Österreich veruntreut, misswirtschaftet oder in korrupte Kanäle geleitet werden oder sonst irgendwie in den Sand oder Türkei gesetzt werden... sind unvorstellbar.
Wirtschaften macht nur noch Sinn wenn wir ein souveräner Staat wären!- Was bringt uns das "Sparen", noch mehr Zahlungsverpflichtung an Italien oder Griechenland, Flüchtlinge oder an die Türkei, Klimaschutz oder NATO???

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das ist kein wirklich wichtiges thema....ein wirklich wichtiges thema wäre die staatsverschuldung...die zockerbanken,welche mit dem rettungsschirm gerettet werden sollen, und das mit öffentlichen steuergeldern (obwohl diese rettung in vielen fällen gar nicht möglich ist,da die verschuldungen dieser banken astronomisch hoch sind)....wenn diese banken dann zusammenkrachen sind alle spareinlagen der sparer futsch...SPRECHT GEFÄLLIGST DIESES THEMA AN...und was kommt wenn dann zwangsläufig der EURO zusammenkracht ?...schilling?...abwertung?...zwangshypotheken?...das sollte das hauptthema hier sein...UND NICHTS ANDERES

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ROT und SCHWARZ und GRÜN haben in der vergangenheit in punkto staatsverschuldung, in punkto abwanderung der banken in steuerparadise, in punkto zocken der banken mit derivaten und einhergehender astronomischer verschuldung, in punkte bankenaufsicht, in der flüchtlingspolitik einhergehend mit einigen gesetzesverletzungen TOTAL VERSAGT.....ich fürchte das wird auch der Hr. Strache nicht bewältigen können, falls er an die regierung kommt.

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die schuld trifft nicht nur die derzeitige regierung allein...es ist auch die schuld der vorangegangenen regierungen zurück bis KREISKY in etwa....auch diese herrschaften gehören zur rechenschaft gezogen...bis heute gibt es kein gesetz, welches die max. staatsverschuldung regelt...die ar....löcher haben es ja nicht einmal geschafft, das von der EU vorgegebene bugetdefizit von max. 60% einzuhalten.....TOTALE VERSAGER ALLE MITEINANDER

Bild des Benutzers Steppenwolf
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Wer jetzt die Anzahl der Beamtenstunden in Relation zum Zeitungbezug setzt, der kann sich ausrechnen wieviele Stunden unsere Staatsdiener zeitunglesend im Amt verbringen.
Der Steuerzahler muß nicht nur die Zeitungskosten bezahlen, sonder auch die Lesestunden der Ärmelschonerträger!
Da häufen sich natürlich Überstunden an - http://www.rund-ums-geld-im-oeffentlichen-dienst.de/arbeitszeit_und_urla...

Der Islam ist mit unseren Gesetzen unvereinbar - Rechtsgutachten Prof. Dr. K. Schachtschneider
http://www.kaschachtschneider.de/component/content/article/2-aktuelles/2...