Hepatitis A verbreitet sich in der Berliner Schwulenszene derzeit verstärkt. Das Robert-Koch-Institut stellt Impflücken fest.

Foto: Bild: CDC/Betty Partin / Wikimedia (PD)
Schwulensex: Robert-Koch-Institut diagnostiziert hohes Hepatitis-A-Risiko in Berlin

In der deutschen Bundeshauptstadt Berlin ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) die Gefahr einer Hepatitis-A-Ansteckung in den letzten Monaten stark angestiegen. Als Ansteckungsquelle macht die dem Gesundheitsministerium unterstehende Einrichtung die fäkal-orale Übertragung bei Sex in der Schwulenszene ausgemacht, wie in einer aktuellen Warnung beschrieben wird:

Hepatitis-A-Ausbrüche bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben, wurden in der Vergangenheit wiederholt aus mehreren Ländern berichtet. Das Infektionsrisiko für Hepatitis A ist bei Sexualpraktiken mit der Möglichkeit einer fäkal-oralen Übertragung erhöht. Daher wird die Hepatitis-A-Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) auch für Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung empfohlen.

Bei dieser Hochrisikogruppe sehen die RKI-Experten aktuell jedoch Impflücken.

Aus Berlin wurden dem Institut mehr als 80 Ansteckungsfälle seit November 2016 gemeldet. 95 Prozent davon betreffen Männer ab 20 Jahren, überwiegend Homosexuelle.

Hepatitis A kann bei Vorschädigung zum Tod führen

Hepatitis A kann als Erkrankung des Lebergewebes einen schweren Verlauf nehmen, vor allem wenn die Infizierten bereits eine Vorschädigung der Leber bzw. ein gewisses Lebensalter von 40 Jahren oder mehr aufweisen.

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