Tschechien: Gericht in Brünn verbietet US-Fahrdienst Uber

In der tschechischen Stadt Brünn ist derzeit das Angebot von Uber verboten.  Foto: Norbert Aepli / Wikimedia  (CC-BY-2.5)
In der tschechischen Stadt Brünn ist derzeit das Angebot von Uber verboten.
Foto: Norbert Aepli / Wikimedia (CC-BY-2.5)
19. April 2017 - 15:21

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Stopp heißt es nun von für Uber in der tschechischen Stadt Brünn. Ein Gericht verbot in der zweitgrößten Stadt des Landes dem US-amerikanischen Fahrdienst den Marktauftritt. In einer einstweiligen Verfügung des örtlichen Gerichts wurden das fehlende Taxameter und die nicht vorhandene Kennzeichnung als Taxi als Argumente herangezogen. 

Als Kläger gegen Uber wurden die Brünner Stadtverwaltung und ein örtliches Taxiunternehmen tätig. Bürgermeister Petr Vokral (ANNO - Aktion unzufriedener Bürger) warf dem US-Unternehmen vor, das es bewusst die Vorschriften in Tschechien nicht beachte. Uber will nun gegen die Gerichtsentscheidung vorgehen.

Uber auch in Dänemark und Österreich im Behördenvisier

Uber ist aber nicht nur in Tschechien sondern auch in Dänemark und Österreich im Behördenvisier. Während in Dänemark Verbote gegen die US-Firma sogar gesetzlich verabschiedet wurden, ermitteln in Österreich die Behörden. Sowohl die Finanzpolizei als auch das Arbeitsinspektorat sind der Taxikonkurrenz auf den Fersen. 

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Kommentare

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wird ermittelt und ermittelt bis es nicht mehr geht, und aus.

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heißt soviel, dass sicher "5 Jahre" vergehen werden, bis gehandelt wird.

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Unzensuriert.at bringt praktisch jede Woche einen Artikel zum Thema "Uber", durchwegs sind diese Berichte negativ.
Wie kommt es eigentlich, dass die Redaktion ausgerechnet dieses Unternehmen wiederholt ins Visier nimmt?
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Bitte nicht falsch verstehen, auch ich halte von diesem "Geschäftsmodell", das auf Unterwanderung der Arbeitnehmer im Taxigewerbe und letztendlich auf Ausbeutung durch Scheinselbstständigkeit beruht, absolut nichts!

Bild des Benutzers Safrane
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@jimi3...die Frage hast du dir bereits selber beantwortet.

Zitat "Bitte nicht falsch verstehen, auch ich halte von diesem "Geschäftsmodell", das auf Unterwanderung der Arbeitnehmer im Taxigewerbe und letztendlich auf Ausbeutung durch Scheinselbstständigkeit beruht, absolut nichts!"

Weitere Informationen darüber findest du im Internet. In den Systemtreuen Medien wirst du darüber selten etwas hören.

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Uber ist ja bei weitem nicht der einzige Ausbeuter: man werfe einen Blick auf Pflegekräfte, Paketzusteller, Lieferservices, Bauarbeiter, etc. Überall Scheinselbstständigkeit, Arbeitnehmerüberlassung, umgehung von KV und miese Arbeitsbedingungen.
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Frage also: Warum kümmert man sich bei unzensuriert.at so selektiv um Uber?

Bild des Benutzers antaios
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Diese präpotente turbo- neo- liberale Ami... braucht niemand!
Also GPS`s auf Washington stellen und mit vollgas Richtung heimwärts!