Widerlich: Holocaust-Schicksal als beste Werbe-„Arbeit“ prämiert – Van der Bellen klatscht dazu | Unzensuriert.at

Widerlich: Holocaust-Schicksal als beste Werbe-„Arbeit“ prämiert – Van der Bellen klatscht dazu

Martin Radjaby von der Agentur Jung von Matt ist verantwortlich für die prämierte Werbe-"Arbeit" namens "Frau Gertrude". Foto: © Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen
Martin Radjaby von der Agentur Jung von Matt ist verantwortlich für die prämierte Werbe-"Arbeit" namens "Frau Gertrude".
Foto: © Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

Manche Experten meinen, dass dieses Video den Bundespräsidenten-Wahlkampf zugunsten von Alexander Van der Bellen entschieden hat. Es war die millionenfach abgerufene Video-Botschaft von „Frau Gertrude“, die vor der Wahl Norbert Hofers warnte und ihn ziemlich unverblümt in die Nähe der Nationalsozialisten rückte.

Frau Gertrude hat uns ersucht…

Van der Bellens Wahlkampfteam vermittelte den Eindruck, die professionell produzierte Videobotschaft sei ihm quasi zugeflogen. „Gertrude, 89 und aus Wien, hat uns ersucht, dieses Video-Statement zu veröffentlichen", stand damals auf der Facebook-Seite des Grünen Kandidaten.

Van der Bellen begeistert von den Ideen der Kreativen

Jetzt kassiert die Agentur Jung von Matt/Donau für diese „Arbeit“ den Hauptpreis bei der Gala des Creativ Club Austria (CCA). Und der nunmehrige Bundespräsident klatscht Applaus und freut sich über die „Ideen“ der „Kreativen unseres Landes“.

Selbst Mainstream-Journalisten erschüttert

Man merkt den Artikeln in den Mainstream-Blättern Kurier und Kleine Zeitung an, dass den Journalisten vermutlich übel wurde, als sie über diese Gala schrieben. Sogar leise Kritik am erklärten Liebling der heimischen Presse und den Methoden seinen Wahlkämpfern schwingt mit.

Lieber Irreführung der Wähler als Irreführung der Medien

Die Werbebranche hingegen scheint geschlossen hinter dieser Widerwärtigkeit zu stehen. Der Public Relations Verband Austria äußerte sich nur aus einem ganz anderen Grund zu der CCA-Gala. Man freute sich darüber, dass der PR-Gag, eine Pistenraupe anstatt nach Seefeld in Tirol nach Seefeld in Schleswig-Holstein zu liefern, von der Preisermittlung zurückgezogen wurde. Die Begründung:

Wurde es doch vom Deutschen Rat für PR als auch vom Österreichischen Ethik-Rat für Public Relations wegen bewusster und andauernder Irreführung der Medien offiziell gerügt.

Irreführung der Medien darf natürlich nicht belohnt werden. Irreführung der Wähler hingegen gewinnt den Hauptpreis.

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