Der Hafen von Thessaloniki soll ökonomisch bis 2051 unter deutscher Führung stehen.

Foto: Bild: Gémes Sándor/SzomSzed / Wikimedia
Hafen von Thessaloniki soll in deutsche Hand kommen

Nur langsam kommen griechische Privatisierungsprojekte voran. Jetzt soll mit der Verpachtung des Hafens von Thessaloniki an eine deutsche Investorengruppe ein Betrag von 232 Millionen Euro in die Staatskassen gespült werden. Der griechische Privatisierungsfonds Taiped hat zwei Drittel der Hafenanlage an ein Konsortium unter deutscher Federführung bis zum Jahr 2051 verpachtet.

Zu diesem Konsortium zählen als Geldgeber neben der deutschen Firma Invest Equity Partners die griechische  Belterra Investments und der französisch geführte Terminal Link SAS. Mit der Hafenanlage wollen sich die Investoren den zentralen Zugang zu den Handelsströmen auf dem gesamten Balkan mittel- und langfristig absichern.

Bisher einige Infrastrukturbetriebe privatisiert

Insgesamt wurden bisher zwar einige Infrastrukturprojekte durch die Linksregierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras (SYRIZA) privatisiert, der große Geldsegen zur Gegenfinanzierung der gigantischen griechischen Schuldenberge lässt aber noch auf sich warten. Unter anderem hat das chinesische Unternehmen Cosco den Athener Hafen Piräus und das deutsche Unternehmen Fraport 14 griechische Regionalflughäfen übernommen. 

Im Herbst 2016 kam es zu großen Diskussionen, als eine griechische Luxusferienanlage im Zuge der verordneten Privatisierung an eine türkisch-arabische Investorengruppe verkauft wurde. 

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